Archiv für Juli 2007

Zu Homophobie im Islam

„In meiner kinderreichen Nachbarschaft und in der Schule, zwölf Jahre lang nur mit männlichen Schülern, gab es meines Wissens niemanden, der ohne homosexuelle Erfahrungen gewesen wäre.“ Ein Beitrag zur Debatte um Homophobie im Islam bei f*cking queers.

Rassistischer Mob

Im „Jungsforum“, dem größten deutschen Forum für Boylover, dürfen Rassisten ihre menschenverachtende Hetze gegen Muslime offen verbreiten, bis hin zu Vernichtungsphantasien. Der deutsche Mob ist eben überall. Vernünftige Menschen boykottieren dieses Forum!

Jubiläum

Offenbar habe ich mein 100-Tage-Jubiläum versäumt. Gut, dass ich der Seite trotzdem pünktlich ein neues Design verpasst habe. Ich hoffe, es gefällt!

Die Jugend ist noch nicht verloren!

„Die etwa zehnköpfige Jugendbande [Unter-14jähriger!] hat die Gläubigen in der Husumer Marienkirche schon seit April terrorisiert. Die Randalierer sollen regelmäßig während der Besuchszeiten in die wichtigste Kirche der Stadt eingedrungen sein, mit Bibeln und Kerzen geworfen und Gemeindemitglieder bedroht haben, sich nackt auf dem Altar fotografiert und öffentlichen Sex in einem Nebenraum gehabt haben. Dies schilderte der stellvertretende Kirchenvorsteher Volker Articus.“ Und da sage nochmal jemand etwas gegen die Jugend von heute!

Trevor

Einen sehr süßen Coming-Out-Kurzfilm habe ich auf Dailymotion gefunden. Viel Vergnügen:


Trevor
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Was das Leben lebenswert macht…

…ist nicht die Jagd nach einem Arbeitsplatz, ist nicht das Einhalten von Abgabefristen im Rahmen eines mehr schlecht als recht betriebenen Studiums, ist vor allem nicht: sich in diesem Leben einzurichten, sich seinen Zwängen zu beugen, sich allem anzupassen, was Anpassung verlangt. Es ist auch nicht das Bier, die Jagd nach dem schnellen Rausch, in die sie einen treiben, oder die Lust an der Selbstzerstörung.

Ich hasse diese Welt, so wie sie ist, weil sie mich nicht leben lässt wie ich das will. Ich hasse ihre Zwänge, ich hasse den Fetischismus, mich in ihre Schubladen stecken zu lassen, ich hasse die Menschen, die gefühl- und gedankenlos das alles hinnehmen. Ich schaue aus dem Fenster und sehe, wie Jugendliche sich abrackern dafür, in ihrem kümmerlichen Leben es zu etwas zu bringen, nicht wissend, dass dieses „etwas“ nur ein winziger Teil von dem ist, was sie eigentlich sein könnten. Vielleicht sind sie sogar glücklich.

Und dann sind da diese Momente, in denen du weißt, wofür du lebst: wenn dir ein Junge sagt, dass er dich mag. Wenn er dich in den Arm nimmt. Wenn seine Augen leuchten, weil du ihm eine Freude gemacht hast; wenn danach auch deine eigenen Augen leuchten und du plötzlich merkst, dass du seit einer Viertelstunde ununterbrochen lächelst und auch das dich wieder lächeln lässt.

Die Freuden sind rar, aber sie sind da, und sie sind wundervoll. Es ist die Jungenliebe, und es ist die Freundschaft, die das Leben lebenswert machen.

Missbraucht

Auf eine zwar nicht sonderlich gut geschriebene, aber inhaltlich packende und brisante Kurzgeschichte zur Missbrauchsthematik möchte ich hiermit kurz hinweisen. Wer ist da eigentlich der Täter?

Gigi: „Glückwunsch“ auch von rechts

Nicht nur ich gratuliere der Gigi zur 50. Ausgabe, auch Jan Feddersen, taz-Dreckschleuder vom Dienst, wenn’s um Schwule (gut) und Moslems (böse) geht, kann sein Maul mal wieder nicht halten und zieht deshalb in seinem Haus-Blatt ordentlich vom Leder:

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Perverse Nationalisten. Die Gigi zu Gast beim QN-“Kindertag“

„Pädosexualität und sexueller Mißbrauch gelten heute als die beiden letzten verbliebenen sexuellen Tabus. Alle anderen Sexualitäten wurden durch die herrschende Consensusmoral ‚entpathologisiert‘.“ So stand es in der Einladung. Schön zu lesen, das Inzest-Tabu ist also gefallen.

Die 50. Ausgabe der sexualemanzipatorischen Zeitschrift Gigi ist erschienen. Dazu erst einmal einen herzlichen Glückwunsch! Die Gigi ist als einzige kritische und investigative Zeitschrift zur Sexualpolitik unverzichtbar und bietet immer wieder spannende Texte zu verschiedensten Themen, so auch zu Pädophilie und Päderastie. Klar, dass Vertreter der Zeitschrift auch bei der Diskussionsveranstaltung mit Dr. phil Sophinette Becker im taz-Café anwesend waren und darüber berichteten; mit dem amüsanten Zitat oben beginnt ihr Bericht „Königin des Konjunktivs. Kindertag im Taz-Café“.

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Wie im Film?

Da stand ich nun, mit meinem Fahrrad unter mir, auf dem Weg eigentlich nirgendwo hin, aber dann dachte ich mir: du kannst diese Chance nicht ungenutzt verstreichen lassen, vielleicht passiert ja was. Also fuhr ich hin zu dem Ort, an dem ich ihn vermutete, meinen kleinen Prinzen, den ich, wie ich das schon in meiner Jugend gemacht habe, per Internet aufgestöbert hatte. Es ist doch schön, dass manche Gewohnheiten einfach nicht weichen: schon früher habe ich, verliebt über beide Ohren, die verliebte Person in Telefonbüchern oder Stadtplänen aufgestöbert und fühlte mich für einen Moment weniger schlecht, wenn ich ihren Namen oder ihren Wohnort vor mir sah. Ich bin also definitiv verliebt, immer noch, und deshalb stand ich dann plötzlich tatsächlich vor dem Klingelschild mit seinem Namen drauf, erschrak fürchterlich, als mich ein Hund anbellte und fuhr wieder davon. Aus gesicherter Entfernung beobachtete ich noch eine Weile das Haus. Früher war auch das ähnlich. Alles ist gleich, nur ich bin älter.

Es hätte wie im Film sein sollen: der Hund bellt, der Junge kommt heraus, sieht mich und fragt, was ich hier mache. Ich erzähle ihm, ich interessierte mich für den Laden, der hier bald aufmacht, und ob er mir nicht schonmal ein bisschen was zeigen könnte. Kann er natürlich, und so verbringen wir beide einen schönen Nachmittag zusammen, dem weitere folgen, bis eine wunderbare Freundschaft entstanden ist.

Aber das Leben ist kein Film. Das Leben ist enttäuschend. Und jetzt ist er wieder weg, weit weg…