Archiv für September 2007

Die (schon etwas ältere) gute Nachricht des Tages

Jeremy Mockridge (14) ist ab Dezember in der durchgehenden Rolle des „Nico Zenker“ in der „Lindenstraße“ zu sehen!

Pädophile Wunschträume bei K13

Bisher hatte ich K13, ein Internetportal zum Thema Pädophilie, stets wohlwollend verlinkt, weil dort meines Erachtens in der Regel gute Öffentlichkeitsarbeit stattfindet und strafrechtliche Ungeheuerlichkeiten angeprangert werden. Nun aber sind in kurzer Abfolge zwei Newsmeldungen erschienen, die mich – gelinde gesagt – doch sehr verwundern:

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An den kleinen Freund

„Ich… find es traurig, dass du schon gehen musst“, sagst du. Ich ja auch. Aber gleich beim ersten Besuch stundenlang bleiben, bis du an meiner Seite einschläfst, das kommt dann vielleicht doch nicht so gut an bei deinen Eltern. Obwohl deine Mama es ja schön fand, dass ich dich besucht habe. Schau: zum Abschied drück ich dich ganz fest. Und ich komme ja wieder! Schließlich haben wir jetzt ein Geheimversteck im Garten, und die ein oder andere Capri Sonne wird hoffentlich auch noch draufgehen, wenn wir uns wiedersehen. Ich denke heute beim Einschlafen ganz fest an dich, mein Kleiner. Vielleicht träumen wir ja voneinander!

Pubertätsmystik

Nochmal Kurt Hartmann: der Vorsitzende des LitV durchleuchtet in seinem Artikel Pubertätsmystik für die aktuelle Gigi die Expertenanhörung des Bundestags zur geplanten Verschärfung des Sexualstrafrechts.

Rappelkiste

Rappelkiste Folge 26: Vom Bauen und Wohnen (aus dem Jahr 1974); In dieser legendären Rappelkistefolge kritisieren die Autoren die soziale Ungleichheit, die sich aus den kapitalistischen Besitzverhältnissen ergebe. Der Perspektive unterprivilegierter Sozialschichten verpflichtet, wird freimütig eine politische Tendenz widergespiegelt. Damit dokumentiert der Ausschnitt der Kinderserie einen augenfälligen Kontrast zum entpolitisierten Unterhaltungsfernsehen der Gegenwartsgesellschaft.

(Beschreibung auf youtube)

Den Mist aus den Köpfen

„Wir brauchen mehr Bilder von homosexuellen jungen Leuten, die den Menschen den Mist aus ihren Köpfen rausprügeln! Schluss mit verdrießlichen, depressiven Vorbildern! Wenn wir der Jugend wirklich etwas Sinnvolles mitgeben wollen, dann wie man ordentlich zuschlägt.“ – Autor Kirk Read über sein Buch „Er hat’s raus“. Und: „In der Pubertät wollte ich einen erfahrenen Mann, der mir zeigte, wie es geht. Ich denke, wenn die Verständigung stimmt und alles auf beiderseitigem Einverständnis beruht, sollte jeder tun können, was er will.“

Repression

Staatliche Repression. Heute: Schikanen gegen einen 70jährigen wegen legaler Kinderfotos auf dessen Rechner.

youtube-debate on pedophilia

„Bild“ wegschließen – für immer!

Dem Betrachter zeigt sich ein quaderförmiger Käfig (im Original 3m x 3m x 3m, Modell im Maßstab 1:10) aus Eisen ohne irgendeinen Zugang. Im Innern des Prangers steht ein Bett aus gleichem Material, worauf die „Bild am Sonntag“ mit dem bekannten Zitat des Bundeskanzlers liegt.

Das bekannte Zitat des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder lautet: „Kinderschänder wegschließen – für immer!“ und steht im Mittelpunkt einer Aktion der „Initiative gegen Gewalt“: das sog. „Mahnmal gegen Kindesmissbrauch“ steht seit kurzem wieder vor dem FEZ Berlin, einem Kinder- und Jugendzentrum, und wurde dort gestern feierlich eingeweiht. Es soll „zum Nachdenken anregen“ und „Denk-Prozesse in Gang setzen helfen“.

Das finde ich toll: die „Bild am Sonntag“ wegschließen – für immer! Eine großartige Idee. Wenigstens sonntags wäre dann mal keine Ausgabe desjenigen Blattes zur Hand, das seit Jahrzehnten schamlos gegen Menschen hetzt, Frauen zu ausschließlichen Sexobjekten degradiert und stets als erstes bei der Sache ist, wenn es – anhand voyeuristisch ausgeschlachteter Einzelfälle, die die Würde des jeweiligen Kindes krass verletzen – mal wieder gegen „Kinderschänder“ geht (es sei denn, der „Kinderschänder“ ist Deutscher und sitzt in der Türkei im Knast – dann sind die Musels selbstverständlich die Bösen). Aber eine „Bild“ im Käfig ist zu wenig! Ich unterstütze also folgenden Vorschlag des Users „mignon“ aus dem Jungsforum:

Ab sofort können alle Berliner BLs [Boylovers] „Bild“ Zeitungen die sie irgendwo rumliegen sehen, auf adäquate Weise entsorgen: In diesen Käfig rein. Je mehr, umso besser.

Oder besser gleich: Kai Diekmann da rein.

Und was hat das Ding jetzt eigentlich mit Kindesmissbrauch zu tun? Sollen Kinder und Jugendliche bei jedem Besuch in diesem Zentrum daran erinnert werden, dass sie – dank des neuen Sexualstrafrechts –, sobald sie ihresgleichen anfassen, in den Knast wandern könnten? Geht es um eine Warnung vor den ach so bösen Pädophilen, von denen vermutlich auch der ein oder andere in ihrem direkten Umfeld zu finden ist, vielleicht sogar in besagtem Zentrum, um sich dort liebevoll um sie zu kümmern? Sollen sie lernen, Angst zu haben vor dem bösen schwarzen Mann im Gebüsch, der leider noch nicht weggeschlossen ist – für immer? Gut, dass die „Initiative gegen Gewalt“ eine Antwort hat:

„Wir wollen damit die Menschen heftigst zum Nachdenken und zu stärkerem Engagement für das Kindeswohl bewegen“, sagte der Vorsitzende der „Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen“, Johannes Heibel am Dienstag. (…) „Der Käfig soll das Problem auf die Spitze bringen und zur Diskussion anregen“, sagte Heibel. Derartige Sprüche würden geäußert, ohne dass es direkte Konsequenzen hätte. „Der bisherige Umgang mit den Tätern ist nicht ausreichend. Im Punkto Sicherheit tut sich nichts und wir treten seit Jahrzehnten auf der Stelle“ kritisierte er.

(http://www.initiative-gegen-gewalt.de/htmls/06denkm1.htm)

Es geht also tatsächlich um die Forderung, „Kinderschänder“ lebenslang wegzusperren – was nach wie vor das einzige ist, was Otto Normalbürger zum Thema „sexuelle Kontakte zu Kindern“ einfällt. Wo angeblich „Denkprozesse“ intendiert sind, geht es tatsächlich nur um Gerichtsprozesse, und zwar gegen all diejenigen, die wegen ihrer Liebe zu Kindern als „Kinderschänder“ kriminalisiert und pathologisiert werden, ungeachtet der Frage nach der Qualität des jeweiligen Sexualkontakts. Tatsächliche Denkprozesse in Gang zu setzen, also etwa darüber nachzudenken, wie unsinnig es z.B. ist, dass – laut Sexualstrafrecht – die Fähigkeit, einvernehmlich Sex zu haben, urplötzlich am Morgen des ersten Tages des 15. Lebensjahrs erwacht, ist schon zuviel für die breite Öffentlichkeit und selbst ernannte „Kinderschutzvereine“. Lieber stellt man hässliche Käfige auf, beruft sich auf die Autorität des früheren Bundeskanzlers (der im Übrigen auch Frauenpolitik als „Gedöns“ bezeichnete) und nennt das Ganze dann „Mahnmal gegen Kindesmissbrauch“. Ein echtes Trauerspiel!

Komm nur her!

Fest der Völker verhindern! ;)