Archiv für November 2007

Karremann und kein Ende – die andere Seite

2003 erschien im Stern die zweiteilige Reportage „Unter Kinderschändern“ von Manfred Karremann, die die Resultate von zwei Jahren „investigativem Journalismus‘“ innerhalb der „Pädophilenszene“ schildert. Das ist die eine Seite. Es gibt aber noch eine andere: in einem Internetforum schilderte der Betroffene „Sascha“ damals seine Sicht der Dinge und stellte dabei so einiges richtig, was von Karremann und der BZ entweder unterschlagen, erfunden oder ins Groteske verfremdet dargestellt wurde. Besonders interessant: die brutalen Methoden der Polizei, sowohl beim SEK-Einsatz als auch bei der Befragung der Kinder. Vor ein paar Tagen hat sich „Sascha“ zudem online zurückgemeldet und das kürzlich erschienene Buch von Karremann kommentiert.

Nachtrag vom 13.12.2008: Im „Jungsforum“ hat sich erneut ein Betroffener zu Wort gemeldet.

Schülerrevolte in Holland

In Holland geht’s offenbar rund!

Debakel für Karremann & Lemke

Die ersten Berichte zur Karremann-Veranstaltung in der Berliner Urania sind online: hier, hier und hier. Sie machen Mut und zeigen, dass ein Eintreten für die Akzeptanz von Pädophilie durchaus möglich ist. Auf den Bericht in der kommenden Ausgabe der Gigi darf man ebenfalls gespannt sein.

Hänsel & Gretel verliefen sich im Wald

Die Kinderschutz-Stiftung „Hänsel & Gretel“ feiert dieser Tage zehnjähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass fand kürzlich ein „Expertengespräch“ zum Thema Pädophilie und sexueller Kindesmissbrauch statt, dem eine teilweise aberwitzige Pressemitteilung der Vorsitzenden, Barbara Schäfer-Wiegand, voranging, die ich nicht unkommentiert lassen möchte.

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Ein bitteres Lächeln

Gerade eben habe ich zufällig meinen ehemaligen kleinen Freund gesehen. Er versuchte, angefeuert von seinen Mitschülern, etwa 100 m von mir entfernt, über einen Zaun zu klettern. Ich hab ihn auch angefeuert, still, denn der Zaun versperrte ihm den Weg zu mir. Er hat mich aber nicht gesehen. Blonde Strähnchen hat er jetzt im Haar, und er schreit immer noch so laut und fröhlich wie damals. Ich musste lächeln und lächele immer noch, aber es ist ein bitteres Lächeln.

Die Umstände unserer Trennung sind schnell erzählt: die Mutter wollte nicht mehr, dass ihr Sohn mit mir Zeit verbringt. Warum, das hat sie mir nicht gesagt, und ich bin sicher nicht der Typ, der sie solange belästigt, bis sie es mir erzählt oder die Polizei auf den Hals hetzt. Vielleicht hatte sie Angst, ich könnte ihm etwas antun – wer wollte es ihr verdenken bei diesem gesellschaftlichen Klima gegen Freundschaften zwischen Männern und Jungen; so ist diese Welt.

Jeden Tag denke ich seitdem an ihn. Erst tat es furchtbar weh, dann wurde es langsam besser; mittlerweile denke ich lächelnd an die schönen Zeiten, die wir gemeinsam hatten: wie er zum Ausruhen den Kopf auf meinen Bauch legte, nachdem er für uns beide eine Decke geholt hatte; wie ich ihn auf den Arm nahm, ihm sagte, dass ich ihn lieb habe und er ein zärtliches „ich dich auch“ in mein Ohr flüsterte, das seitdem darin immer wieder nachklingt; wie wir zusammen das Dornengestrüpp in seinem Urwald bekämpft und seine nervige kleine Schwester verjagt haben; wie er mir sein Bett zeigte und mich zu sich hinein zog, um darin mit mir zu kuscheln; wie wir uns rauften, ich ihn gewinnen ließ, und wie er dann auf mir thronte, stolz, den „Verbrecher“ besiegt zu haben… Es war eine schöne Zeit, viel zu kurz, aber ich werde sie nie vergessen. Das kann mir keiner nehmen.

Ich glaube, ich bin fast darüber weg. Aber die Sehnsucht, die bleibt.

„Wenn man Kinder zu sehr mag…“

…muss man sich therapieren lassen, so Psychotherapeutin Janina Neutze von der Berliner Charité. So nachvollziehbar es ist, dass Frau Neutze Kunden für sich und ihren Berufsstand rekrutieren will, so unsinnig ist es nach wie vor zu behaupten, man könne 1. Kinder „zu sehr“ mögen und 2. daran dann aus sich heraus leiden. Das Leiden, das entsteht, wenn man an sich selbst eine pädophile Neigung feststellt, ist immer durch moralische Stigmatisierung und staatliche Repression bedingt. Trotzdem steht in der DSM-IV, einer ausgesprochen kritikwürdigen Klassifikation von psychischen Krankheiten, dass pädophil nur derjenige sei, der darunter leidet; dies verhindert, dass Pädophilie als das gesehen werden kann, was es ist: eine sexuelle Präferenz bzw. die Fähigkeit, sich in Kinder verlieben zu können. Dummerweise findet das DSM-IV bei der Charité Verwendung, die damit den Pädophilen zum Kranken macht.

Dieses Zerrbild von kinderliebenden Menschen, das in ihnen in erster Linie potentielle Täter sehen muss, wurde von Frau Neutze vor kurzem in einem Interview mit dem Inforadio des RBB weiter zementiert. Ein Mitglied eines Internetforums für Boylover fand das nicht so gut und hat der Frau einen Brief geschrieben, den ich im Folgenden dokumentieren möchte (Fußnoten von mir):

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Offener Brief des whk

Das wissenschaftlich-humanitäre komitee fordert in einem Offenen Brief an die Urania Berlin e.V. die Absetzung des geplanten Vortrags „Pädophilie und Gewalt – wie wir unsere Kinder vor Mißbrauch schützen“ von Manfred Karremann (Journalist) & Jürgen Lemke (Psychotherapeut) – mit guten Argumenten.

Tod durch Pogrom!

Diese einfallsreiche Suizidankündigung von 2001 verdient noch einen extra Hinweis an dieser Stelle. „Vielleicht wird sich bei geeigneter publizistischer Darstellung – z.B. Live-Übertragung eines brennenden Hauses und einer zerfleischten Leiche – eine abschreckende Wirkung einstellen, die andere Pädophile von der Liebe heilt.“ Na, schade, dass nichts daraus geworden ist!

Gigi #52

Die neue Ausgabe der „Zeitschrift für sexuelle Emanzipation“, Gigi, ist erschienen. Schwerpunktmäßig geht es diesmal um neurechte und esoterische Einflüsse im Feminismus und in der Schwulenszene. Außerdem werden dokumentiert: ein amüsanter Brief von Pädo-Aktivist Ingo Schmitt an „seine Justizministerin“ und ein Beitrag aus diesem Blog.