„Wenn man Kinder zu sehr mag…“

…muss man sich therapieren lassen, so Psychotherapeutin Janina Neutze von der Berliner Charité. So nachvollziehbar es ist, dass Frau Neutze Kunden für sich und ihren Berufsstand rekrutieren will, so unsinnig ist es nach wie vor zu behaupten, man könne 1. Kinder „zu sehr“ mögen und 2. daran dann aus sich heraus leiden. Das Leiden, das entsteht, wenn man an sich selbst eine pädophile Neigung feststellt, ist immer durch moralische Stigmatisierung und staatliche Repression bedingt. Trotzdem steht in der DSM-IV, einer ausgesprochen kritikwürdigen Klassifikation von psychischen Krankheiten, dass pädophil nur derjenige sei, der darunter leidet; dies verhindert, dass Pädophilie als das gesehen werden kann, was es ist: eine sexuelle Präferenz bzw. die Fähigkeit, sich in Kinder verlieben zu können. Dummerweise findet das DSM-IV bei der Charité Verwendung, die damit den Pädophilen zum Kranken macht.

Dieses Zerrbild von kinderliebenden Menschen, das in ihnen in erster Linie potentielle Täter sehen muss, wurde von Frau Neutze vor kurzem in einem Interview mit dem Inforadio des RBB weiter zementiert. Ein Mitglied eines Internetforums für Boylover fand das nicht so gut und hat der Frau einen Brief geschrieben, den ich im Folgenden dokumentieren möchte (Fußnoten von mir):

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Sehr geehrte Frau Neutze,

mit etwas Skepsis musste ich Ihr Interview mit dem „inforadio rbb“ lesen. Ich sehe mich quasi genötigt folgende Äußerungen dazu abzugeben:

Zunächst einmal zur Einleitung des inforadio:

„Dieser bundesweit bisher einmalige Versuch, den Missbrauch von Mädchen und Jungen zu verhindern, wurde kürzlich mit einem Förderpreis für Kriminalprävention ausgezeichnet.“

Mir ist zwar durchaus bekannt, dass das Charite sich gerne anmaßt „die Ersten“ zu sein. Wie man allerdings ständig suggeriert, man seien die ersten die ein Präventionsangebot gemacht haben ist einfach nur unwahr. Es gibt diverse Stellen, ich nenne hier als Beispiel das DGSS und verschiedene sexualwissenschaftliche Institute an den Universitäten, die auch schon weit vor Ihrem Projekt bei Bedarf Beratung und Therapie im präventiven Bereich angeboten haben. Nur nannten diese dies nicht Projekt und führten es auch nicht so planmäßig durch – das ist das einzige was Sie von der Charite anders machen, und wo man sich „bejubeln“ darf die ersten gewesen zu sein.

Zu Ihrer ersten Antwort, dort äußerten Sie:

„Zunächst einmal ging es darum, die Leute zu finden, die wir eindeutig diagnostizieren konnten mit der klinischen Diagnose einer Pädophilie, d.h. Männer, die sexuell ansprechbar sind durch einen kindlichen oder einen Kinderkörper, der sich in der Pubertät befindet, diese Phantasien als quälend wiederkehrend erleben und darüber einen Leidensdruck erleben, der sie motiviert, an einer Therapie teilzunehmen um damit umgehen zu lernen, insbesondere dahingehend, dass sie keine Übergriffe auf Kinder begehen, sondern diese Phantasien auch als Phantasien belassen können.“

Das ist ganz einfach eine unzureichende klinische Diagnose. Das wäre so als wenn ein Medizinstudent aufgrund von eindeutigen Symptomen zum Schluss kommt: „Der hat irgendwas am Herzen“. Das mag zwar grundlegend richtig sein, aber zwischen einem Herzinfarkt und einer Herzrhythmus-Störung liegen doch weite Unterschiede. An Ihren Äußerungen sind u.a. falsch:

*Es fehlt das Wörtchen „primär“. Ohne eine primäre Ausrichtung ist es keine Pädophilie. Das versteht jeder Psychologie-Student, an sich erwarte ich dann aber auch von einer ausgebildeten Psychologin bei einem spezialisierten Projekt dass diese dies auch eindeutig erwähnt.1
*“oder einen Kinderkörper, der sich in der Pubertät befindet“. Diese Aussage kann man mal als mächtiges Eigentor bezeichnen. Ein Körper der sich in der Pubertät befindet kann definitionsmäßig kein Kinderkörper mehr sein, denn ansonsten wäre er nicht in der Pubertät. Es ist mir durchaus bekannt dass das Charite Pädophilen gerne unterstellt, sie seien einzig allein am körperlichen und eben nicht oder nur extrem begrenzt am psychischen interessiert. Was Sie wohl eher ausdrücken wollten war, ein pubertärer Körper der asynchron zur geistigen Entwicklung verläuft, sprich das die biologische Kompatibilität zum Fortpflanzen schon früher einsetzt als die (abstrakt diskutierbare) psychische Eignung hierfür. Das passt aber wiederum nicht damit zusammen, dass Pädophile wie sie postulieren nur am Körper interessiert seien. Zu dem sei gesagt, dass das wichtigste Kriterium wohl die psychische und eben nicht die biologische Seite ist, da der menschliche Körper auch prinzipiell erstmal sexuelle Aktivitäten verschiedenster Formen auch durchaus zusammen mit anderen aufweisen kann, und das was man langläufig unter Sex zu verstehen mag nur ein ganz kleiner Teil des Ganzen ist.
*“diese Phantasien als quälend wiederkehrend erleben“. Es gibt keinerlei klinisches Kriterium, dass die Phantasie als „quälend wiederkehrend“ erlebt werden muss2. Durch die etwas abstruse und bei weitem nicht dem Stand der Wissenschaft entsprechenden Definition müssen die sexuellen Impulse – und diese müssen NICHT wie sie postulieren durch Phantasien aufgerufen oder vertieft werden – als „quälend“ empfunden werden. Sprich: Wer sich dadurch nicht gequält fühlt wird auch nicht aufgenommen, selbst wenn er sexuelle Handlungen mit einem Kind verhindern will und wenn er alle anderen Kriterien erfüllt. Das schließt sich nämlich nicht wie Sie zu behaupten scheinen aus. Die Definition, nur jemand der sich gequält fühlt könne pädophil sein sollte eigentlich schon seit Jahren vom Tisch sein, wird aber immer noch von diversen Populisten beibehalten.
*„und darüber einen Leidensdruck erleben, der sie motiviert, an einer Therapie teilzunehmen“. Wenn Sie von der Definition von pädophil sprechen ist diese Äußerung eben so falsch. Das mag Ihr Auswahlkriterium sein, aber hat mit der von Ihnen begonnenen Definition nix zu tun.

Sie äußern des Weiteren:

„Die Rückmeldung, das ist ein Teil von ihnen, für den sie nichts können, jedoch ein Teil, mit dem sie lernen müssen, verantwortlich umzugehen, und sich bei uns zu melden, ist ja ein erster Schritt dazu, verantwortlich damit umzugehen.“

Ich finde es immer wieder pervers, wenn postuliert wird, man müsse „mit diesem Teil verantwortlich umgehen.“ Jeder Mensch ist für sich verantwortlich und muss mit jedem „Teil“ (wenn Sie wirklich der Meinung sind, der Mensch lasse sich „teilen“ benutze ich diesen Begriff gerne weiter) verantwortungsbewusst umgehen. Des Weiteren sehe ich keinerlei Notwendigkeit zu einer Therapie, wenn jemand selbstverantwortlich damit umgehen kann. Ihre wissenschaftlich überholte Mutmaßung, ohne Therapie könne ein Pädophiler nicht verantwortlich handeln ist eine Unwahrheit.

„Ein ganz wesentlicher Bestandteil der Therapie ist, dass sie lernen, diesen Teil von sich so zu akzeptieren und zu integrieren, dass sie darüber mit anderen Menschen offen ins Gespräch gehen können, und das trägt dazu bei, dieses Bewusstsein einer Verantwortlichkeit dafür, wie man eben ist, zu tragen und umzusetzen.“

Sie dürfen mir gerne glauben wenn ich Ihnen sage, das ein nicht gerade geringer Anteil von Pädophilen an sich keine Probleme hat mit anderen Menschen offen ins Gespräch zu kommen – die anderen Personen haben damit i.A. mehr oder zumindest genauso viele Probleme.

„Das wäre natürlich ein Ideal. Man muss das Ganze aber ein bisschen relativ sehen.“

Nun wäre es nicht schlecht gewesen zu wissen, was hier das Relativ ist. Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen sagen, das es ausreichend Pädophile gibt die sich ihren Verwandten und Freunden (teilweise) „geöffnet“ haben: Ganz ohne Therapie. Und denen geht es wie sie weiter sagen dadurch auch besser. Aber:

„Es ist auch ein erklärtes Ziel, was wir therapeutisch unterstützen, sich ein oder zwei Vertrauenspersonen tatsächlich zu öffnen, sich ein soziales Netz aufzubauen, was sie auch selber stützt, wenn sie aus der Therapie rauskommen.“

Damit suggerieren Sie erneut die falsche Behauptung, Pädophile hätten per se kein soziales Umfeld was sich um sie kümmere. Das mag zwar sicher bei einigen so sein – wie auch bei einigen Nicht-Pädophilen – insgesamt lässt sich aber feststellen das es sehr wohl i.A. ein soziales Umfeld gibt.

Auf folgende Frage antworten Sie sehr unvollständig:

„Nun ist ja Pädophilie etwas, was auf sehr viel Abscheu trifft. Es gibt glaube ich wenige Verbrechen, die für so abgrundtief abscheulich gehalten werden, die auch ganz furchtbar sind, wie sexueller Missbrauch von Kindern.“

Bei Ihrer Antwort fehlt die klare Aussage, dass 90-97% der Menschen, die per Definition Kinder missbrauchen, gar nicht pädophil sind. Das ist eine ganz zentrale Aussage.

„Es ist ein Teil des Trainings bei uns, dass sie lernen, sich in den anderen zu versetzen. Das brauchen sie auch, um im direkten Kontakt mit einem Kind beispielsweise sich vorzustellen, wie es diesem Kind denn gehen würde, wenn sie nur irgendwas von dem, was sie sich wünschen, umsetzen würden. Je besser sie sich die Fähigkeit des Sichhineinversetzens aneignen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihre Impulse nicht umsetzen.“

Wie diese Frage pauschal beantwortet können frage ich mich weiterhin. Das Schutzalter beispielsweise in Spanien, Japan oder Korea liegt niedriger als in Deutschland – sind diese Länder denn alle „kindesmissbrauchs-freundlich“? Oder sind dort die Kinder per Definition des Gesetzes anders? Auch wenn Sie sich des populistischen Drucks ausgesetzt sehen sollten Sie vielleicht eine geeignete Antwort finden: „wie es diesem Kind denn gehen KÖNNTE“. Per rechtlicher Definition etwas in „gut“ und „böse“ zu unterteilen wie dies die Charite vorsieht ist – freundlich gesagt – nicht unbedingt der höchste Stand der Wissenschaft.

„Das ist ganz unterschiedlich. Denen, denen das relativ gut gelingt, ist auch sehr schnell klar, wie unglaublich das Leid des Kindes wäre, war oder ist – je nach dem, wenn es zu einem sexuellen Missbrauch kommt. Es gibt einige Männer, die – das ist ein Teil des Störungsbildes der Pädophilie – das bagatellisieren und die Vorstellung in sich tragen, dass das alles so schlimm nicht sein kann, oder die Vorstellung, dass das Kind das doch auch ganz gerne körperliche Nähe oder Zärtlichkeit möchte. In diesem Fall verwischen sich die Ebenen von dem, was sich diese Männer wünschen und dem, wie es dem Kind damit geht, diese Wünsche übergestülpt zu bekommen.“3

Wenn Sie von einer klaren Linie reden wäre ich sehr dankbar, wenn Sie mir hier eine Kurzzusammenfassung der objektiv feststellbaren Kriterien dieser „klaren Linie“ aufschreiben könnte.

„Für manche Teilnehmer ist es auch eine Dauermedikamentierung, weil sie die Medikamentierung als so hilfreich erlebt haben, dass sie sie gerne beibehalten wollen.“

Aus medizinethischer Sicht muss ich hier starke Kritik anbringen! Es ist m.E. nicht Aufgabe des Therapeuten, dem Menschen mit der einfachsten Methodik abzufertigen. Ihre Begründung legt aber eben genau dieses nahe. Da von Ihnen aber als „Psychologin“ und „Therapeutin“ gesprochen wurde gehe ich sowieso davon aus, dass sie keine medizinische sondern eine psychologische Psychotherapeutin sind. Des Weiteren stellen Sie überhaupt keine Antwort nach der Frage auf, welche Problematiken sich bei Absetzen der Dauermedikation auftreten könnten. Wie Sie bemerkt haben spreche ich auch nicht von einer „Medikamentierung“ sondern fachlich korrekt von „Medikation“.

„Die Frage wäre dann, was an diese Stelle tritt – sie spüren dann womöglich sehr stark ihre Einsamkeit, ihre soziale Isolation, da sie versäumt hatten, sich andere Aktivitäten zu suchen, die auch Spaß machen könnten, die sie in Kontakt mit anderen bringen.“

Auch hier pauschalisieren Sie wieder in extremer Weise und folgen der allgemeinen, volksverdummlichten Meinung des „einsamen, nur an Sex denkenden“ Pädophilen. Auch das entzieht sich jeglicher Wahrheit.

„Asmussen: Gibt es auch Fälle, wo Sie sagen, die Therapie hat keinen Sinn, wo Sie Leute ausschließen müssen?

Neutze: Ja – wir haben sehr klare Ausschlusskriterien, die insbesondere dann greifen, wenn jemand einen sexuellen Missbrauch begeht, während des Therapieverlaufs, denn das ist eine klare Vorgabe, dass das nicht sein kann und darf, oder wenn wir erfahren, dass die Patienten unehrlich oder unoffen sind – die klassischen Kriterien, die letztendlich dafür entscheidend sind, ob eine Therapie und ein therapeutisches Bündnis überhaupt gegeben ist.“

Das sind zwar Ihre Ausschlusskriterien, hat aber rein gar nix damit zu tun ob jemand für eine Therapie geeignet ist oder nicht. Sie haben ja selber Personen in Ihren Gruppen, die schon sexuellen Kontakt zu Kindern hatten. Dort scheinen Sie ja auch der Meinung zu sein, dass es geht. Es gibt dann allerdings besondere Voraussetzungen, und ob dafür die Charite überhaupt geeignet ist mag ich bezweifeln.

„Wir müssen davon ausgehen, dass das ganz viele sind, denn an uns haben sich ja grundsätzlich erstmal nur die gewandt, die schon ein Problembewusstsein haben. Die anderen können wir nicht erreichen.“

Auch das ist wieder eine wahrheitswidrige Aussage. Zu behaupten, jeder der behauptet dass er ohne Therapie mit seinen Eigenschaften klar kommen könne sei ein Lügner, denn Sie unterstellen ja mit Ihrer Aussage dass es ohne Therapie gar nicht ginge, ist absolut engstirnig. Bevor Sie jetzt aber die Antwort aufbringen, jeder Pädophile den Sie kennen würde hätte Probleme denken Sie bitte an Ihr Studium zurück und überlegen, warum solche Wahrnehmungen wohl verzerrt werden könnten. Meine klassische Antwort gebe ich Ihnen präventiv gerne dazu: „Wenn ich in einem psychiatrischem Krankenhaus bin ist auch fast jeder Heterosexuelle krank.“

„Wir hoffen natürlich, dass das Projekt weitergeführt werden kann im nächsten Jahr. Speziell das Bundesjustizministerium unterstützt uns und man ist da um eine Weiterfinanzierung sehr bemüht.“

Zwar hat die Ministerin Zypries dies gefordert. Aber: Als politisch äußerst engagierter Mensch sei Ihnen gesagt, das die Ministerin in der Lage war, diesen Posten in den Haushaltsentwurf der Bundesregierung dementsprechend aufnehmen zu lassen. Hat Sie aber nicht, sondern Sie hat nur darum gebeten das dies die Haushaltspolitiker anschließend machen sollen. Ob sie dies nun aus Tendenz zur Unwahrheit, aus mangelnder Fachkenntnis oder eher aus populistischen Gründen zur besseren Selbstdarstellung (was sie, wenn mir dieser politische Kurzkommentar noch erlaubt sei, auch sehr dringend braucht) getan hat weiß ich nun nicht. Als „sehr bemüht“ würde ich das aber bei weitem nicht definieren.

  1. Das stimmt so nicht. Es gibt auch sekundäre Pädophilie. [zurück]
  2. Doch. In der DSM-IV. Aber die ist eben Quatsch. [zurück]
  3. Eine beliebte Methode der „wissenschaftlichen“ Gegner der Theorie von der Möglichkeit einvernehmlicher sexueller Kontakte zwischen Kindern und Erwachsenen: es werden sowohl alle Männer (als triebgesteuerte geile Böcke) als auch alle Kinder (als sexuell inaktive, körperfeindliche Wesen) über einen Kamm geschoren. Dass es Kontakte gibt und geben kann (nicht unbedingt sexueller, aber auch sexueller Art), die kein „unglaubliches Leid“ beim Kind hervorrufen, erscheint dann als völlig undenkbar.[zurück]

14 Antworten auf “„Wenn man Kinder zu sehr mag…“”


  1. 1 Elke 15. November 2007 um 9:05 Uhr

    Ich habe mir die Mühe gemacht , ansatzweise deinen Mist zu lesen, ist das deine Art deine Seele zu befreien , dich toll und gut zu fühlen.
    Ich wünsche dir einige Stunden der Seelenqual und der Erinnerungen nur einige Stunden , danach reden wir uns weiter.
    Menschen wie du sind es die junge Leben zerstören , zerreissen , auseinanderreissen und das alles nur für ein wenig Lust in deinem kranken Hirn.
    Ich hoffe du kannst nachts gut schlafen, Menschen wie ich können es nicht …

    Und all deine Erklärungsversuche , all deine Kommentare , all deine Gedankenwege, verwende sie für die Betroffenen und nicht für dich.

    elke

    Und ich bin gespannt ob dieser Kommentar stehen bleibt, du machst mich wütend , richtig mächtig wütend

  2. 2 Administrator 15. November 2007 um 13:39 Uhr

    Hallo Elke,

    es tut mir leid, dass du nachts nicht gut schlafen kannst. Aber ich möchte dir versuchen klarzumachen, warum ich es unfair finde, dass und wie du mich hier dafür angreifst:

    Was dir widerfahren ist, muss sehr schlimm für dich gewesen sein, und ich kann sicherlich nicht nachvollziehen, was das für dich bedeutet und wie sehr du darunter leidest, da ich eine solche Erfahrung meines Wissens nach nicht erleben musste. Und – das kannst du mir glauben – ich will, dass kein Kind eine solch schlimme Erfahrung erleben muss.

    Ein Grund, aus dem ich das will, ist der, dass ich Kinder – insbesondere Jungen – sehr gerne habe und mich in manche auch verliebe. Ich habe – nach Jahren des Suchens – diese Gefühle für Jungen in mir entdeckt und einen Namen dafür gefunden, und ja, mir geht es gut damit, denn: ich missbrauche keine Kinder. Wenn ich mich in einen Jungen verliebe, dann versuche ich mich ihm zu nähern, seine Freundschaft zu gewinnen, mit ihm Zeit zu verbringen, ja – aber ich tue ihm nichts an. Alles, was der Junge von sich aus will, bin ich bereit zu tun, und nichts darüber hinaus. Ich bin mir der besonderen Verletzlichkeit und Beeinflussbarkeit von Jungen bewusst und muss deshalb in der Freundschaft mit einem Jungen genau abwägen, wie weit dieser in seiner Entwicklung ist. Das ist keine einfache Aufgabe, aber sie ist nicht unmöglich.

    Deshalb wehre ich mich dagegen, von dir in einen Topf mit deinem Peiniger geworfen zu werden. Ich habe noch nie ein Kind missbraucht und werde das auch nie tun. Jungen, die meine Freunde sind, sollen genau das sein – und keine Opfer. Es geht mir auch nicht um „ein wenig Lust“, sondern um liebevollen Kontakt mit Jungen. Darum streite ich für die Akzeptanz von Menschen wie mir – Pädophilen, also Menschen, die die Fähigkeit haben, sich in Kinder verlieben zu können; und wenn ich in jemanden verliebt bin, tue ich ihm kein Leid an.

    Mit freundlichen Grüßen,

    sonny_V

  3. 3 Eisloch 13. Dezember 2007 um 16:12 Uhr

    Das ist ja wohl der Oberhammer. Ein gesunder erwachsener Mann verliebt sich nicht in Kinder, sondern in erwachsene Menschen.

    Du schreibst: „Alles, was der Junge von sich aus will, bin ich bereit zu tun, und nichts darüber hinaus.“ Dass Kinder beeinfluss bar sind, ist eine Tatsache. Man kann ein Kind auch denken lassen, dass es etwas will, was es eigentlich nicht will. Dann tut es, was Sie wollen und somit haben Sie sich vor sich selbst gerechtfertigt.

    Für mich sind sie ein armseliger Mensch. Und wenn ich sie privat kennen würde, dann wär was los, mein lieber.

    Eisloch

  4. 4 salasar 13. Dezember 2007 um 16:36 Uhr

    Ich finde es nur pervers, das so ein Mensch wie Sie hier noch darüber berichtet. [Gewaltfantasie gelöscht. – admin] Ich tue genau wie Elke Euch genau Euch auch in den Topf meines/unserer Peiniger schmeißen,,, den solche
    Individuen wie Ihr habt meinen Neffen auch Missbraucht, dem sein Peiniger sagte auch ich liebe Ihn. [Drohung gelöscht. – admin]

  5. 5 Administrator 13. Dezember 2007 um 17:34 Uhr

    @Eisloch: 1. Wo die Liebe hinfällt, da ist sie nun einmal. Das können Sie „krank“ nennen, ich nenne es Vielfalt. Ob es Ihnen gefällt oder nicht: Sie können Menschen nicht vorschreiben, in wen sie sich verlieben. 2. Auch Erwachsene sind beeinflussbar. Das ist eine Binsenweisheit. Ich weiß nicht, wie Sie darauf kommen, dass Kinder derart willenlose Wesen sind, dass man sie so leicht „um den Finger wickeln“ kann; mir sind bisher immer nur selbstbewusste und starke Kinder begegnet, die genau zeigen konnten, was sie (nicht) wollen, wen sie (nicht) mögen usw. Man muss ihnen halt auch zuhören, ihre Zeichen deuten etc. Manipulation liegt mir fern.

    @salasar: 1. deine Gewaltfantasien und Drohungen in allen Ehren, aber die haben hier nichts zu suchen, auch wenn du sie nicht deutlich ausformulierst. 2. „Individuen wie ihr“ ist ein Paradoxon – entweder man ist individuell, dann kann man nicht verallgemeinert werden, oder es sind alle gleich. Lies nochmal genauer und: denk nach, bevor du die Fackeln anzündest, um auf Hetzjagd zu gehen.

  6. 6 Elke 13. Dezember 2007 um 22:12 Uhr

    Doch man kann hoffentlich eines Tages Menschen vorschreiben wen sie zu lieben haben und vor allem die Gesellschaft aufrütteln und verhindern das so Menschen wie du seine Liebe fallen lässt und seine irre Vielfalt zu rechtfertigen versucht.
    Der Satz dass Kinder nicht manipulierbar sind , ist für mich der blanke Hohn, ich kann das wirklich nicht mehr in Worten fassen, welche Abscheu ich bei solchen Sätzen empfinde. Ich versuche mich wirklich zusammenzureißen und meine guten Manieren nicht zu vergessen.
    Die Wünsche die ich bei Individuen wie du es bist habe, behalte ich lieber für mich , denn ich möchte mich auf keinen Fall mit deinen Gedanken auf eine Stufe stellen.
    Ich hoffe du bekommst irgendwann die Therapie die du brauchst. Und lass es auf meinem Blogg nachzuschauen , ob du irgendwas spannendes für deine Bedürfnisse finden kannst. Ich suche mir meine Leute aus und du gehörst gewiss nicht dazu . Ich empfinde für dich nur Abscheu …

    Und achso vergiss nicht das schlimmste rauszuholen so wie du es bei salasar gemacht hast. Das ist keine Hetzjagd , nur Wahrheiten die du nicht hören willst. Such du dir deinen Seelenfrieden aber du wirst ihn nicht finden so sehr du auch suchst.

  7. 7 Administrator 14. Dezember 2007 um 14:41 Uhr

    Lies doch bitte genauer und denk nach, Elke. Ein paar Hilfen und Anmerkungen noch:

    1. Du willst Menschen vorschreiben, wen sie zu lieben haben? Also z.B. per Zwangsheirat? Das ist doch Wahnsinn!

    2. Wie soll ich meine „Liebe fallen lassen“? Das geht nicht!

    3. Ich habe nicht gesagt, dass Kinder NICHT manipulierbar sind. Ich habe gesagt, dass JEDER MENSCH manipulierbar ist, dass aber bei Pädophilie KEIN AUTOMATISMUS für die Manipulation von Kindern besteht.

    4. Du kennst meine Gedanken nicht bzw. du kennst nur das, was hier auf dem Blog steht. Und da steht, dass ich Gewalt ablehne, und DAS STIMMT! Ich frage mich also, was das für Gedanken auf meine Person bezogen sind, die du für so schrecklich hälst, dass du sie hier nicht aufschreiben darfst. Du hast die Gewaltfantasien, nicht ich!

    5. Ich brauche keine Therapie.

    6. Ich schaue hin und wieder auf dein Blog, um zu sehen, ob da Hetze gegen mich und andere Pädophile zu finden ist. Allerdings benutze ich dafür keine Links von hier (die du übrigens selber gesetzt hast), das machen andere.

    7. Ich habe meinen „Seelenfrieden“ längst gefunden, sprich: ich bin im Reinen mit mir selbst. Denn: ICH BIN KEIN VERGEWALTIGER. Das nochmal in aller Deutlichkeit und zum letzten Mal.

    Trotzdem freundliche Grüße, auch wenn du sie nicht hören willst.

  8. 8 Elli Pirelli 30. März 2009 um 21:02 Uhr

    Die angebliche Gewaltfreiheit von pädophilem Sex stellt nicht den Regelfall dar. Pädophile Phantasien haben nicht nur in der Theorie mit struktureller Gewalt und dem Machtgefälle zwischen Kindern und Erwachsenen zu tun. Die ggf. versteckte Gewalt stellt offenbar ein Wesensmerkmal der Pädophilie dar.

    Die gegenteilige Propaganda von Täter-Lobbyisten versucht natürlich die Öffentlichkeit über ihre wahren Motive hinters Licht zu führen.

  9. 9 Anna 30. März 2009 um 21:10 Uhr

    „…; und wenn ich in jemanden verliebt bin, tue ich ihm kein Leid an.“

    Die Argumentation vieler Pädophiler:
    Wer Kinder wirklich liebe, der könne sie gar nicht missbrauchen. Daher schlössen sich Pädophilie und Kindesmissbrauch aus.

    Diese Art der Argumentation ist völliger Unsinn.
    Das ist die Rhetorik der Täterlobbyisten.

  10. 10 Admin 31. März 2009 um 12:10 Uhr

    @Elli Pirelli:

    Die angebliche Gewaltfreiheit von pädophilem Sex stellt nicht den Regelfall dar.

    Woher wissen Sie das?

    Pädophile Phantasien haben nicht nur in der Theorie mit struktureller Gewalt und dem Machtgefälle zwischen Kindern und Erwachsenen zu tun.

    Wissen Sie, meine und die Fantasien anderer Leute gehen Sie eigentlich einen feuchten Kehricht an. Im Sinne der Aufklärung versichere ich Ihnen trotzdem, dass zumindest bei mir das vorhandene Machtgefälle da keine Rolle spielt. Ein Machtgefälle übrigens, das sehr flexibel ist, wenn man sich im Umgang mit Kindern nicht – wie Sie das offenbar tun – auf eine autoritäre Bestimmerposition festlegt. Und ich schreibe es auch gerne noch zum hundertsten Mal: ein Machtgefälle besteht in den allermeisten Beziehungen zwischen Menschen, sollen die alle verboten werden? Muss Machtgefälle zu Machtmissbrauch führen?!

    Die ggf. versteckte Gewalt stellt offenbar ein Wesensmerkmal der Pädophilie dar.

    Haben Sie das durch Schädelforschung an Pädophilen herausgefunden oder ist es ihre blühende Fantasie? Ich tippe auf letzteres.

    @Anna:

    Die Argumentation vieler Pädophiler:
    Wer Kinder wirklich liebe, der könne sie gar nicht missbrauchen. Daher schlössen sich Pädophilie und Kindesmissbrauch aus.

    Das ist in der Tat zu kurz gedacht. Liebe ist eine vielfältige Sache, die im Einzelfall immer zu allerlei Komplikationen und Problemen führen kann. Z.B. auch, wenn sie unterdrückt wird. Nichtsdestotrotz stimmt meine Aussage in dem Sinne, als dass ich bemüht bin, meinem Geliebten kein Leid anzutun. Ich denke, das kann man als Wesensmerkmal von Liebe durchaus so stehen zu lassen: dass man kein Leid will. Nun sehe ich durchaus ein, dass das auch zu negativen Sachen wie Stalking führen kann und sich dann dieses Wesensmerkmal quasi ins Gegenteil verkehrt. Deshalb ist es ja so wichtig, dass Pädophile bzw. Menschen generell sich selbst reflektieren, und zwar sachlich und mit ähnlich Fühlenden zusammen. Eine pauschale Verurteilung von Pädophilen als „Täter“ oder „Täterlobbyisten“ führt doch wohl eher dazu, dass der einzelne Pädo sich weiter in die Ecke gedrängt fühlt, psychische Krankheiten entwickelt und evtl. etwas schädliches tut. Solche Phänomene wie Stalking oder sexuelle Übergriffe sind ja eben Ausdruck einer psychischen Störung oder auch von gekränkter Ehre aufgrund eines übersteigerten bürgerlichen Selbstbewusstseins, und nicht Ausdruck einer sexuellen Orientierung an sich.

    Nachdenken. Nicht vorverurteilen!

  11. 11 Anna 08. April 2009 um 23:02 Uhr

    Wer mit Kindern Sex hat ist pädokriminell.
    Die Haftstrafer für solche Täter müssen drastisch erhöht werden.

  12. 12 Admin 09. April 2009 um 11:48 Uhr

    Sagen Sie doch gleich, dass Sie an einer Diskussion nicht interessiert sind. Weiteren Spam werde ich löschen.

  1. 1 “Kein Täter werden”: Janina Neutze, die armen Irren & das asexuelle Kind « Herbst in der Seele Pingback am 13. November 2008 um 14:33 Uhr
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