Archiv für Februar 2008

Henry Rhodes as Captain Jack Sparrow

Abgesehen von dem hübschen Anblick und der sympathisch unbekümmerten Art, die Videos von Jungen auf youtube häufig bieten, ist da ja meistens nicht so viel wirklich gutes dran. Anders bei Henry Rhodes aus Großbritannien, einem schätzungsweise acht Jahre alten Jungen, der meiner Meinung nach ein Wahnsinnstalent an den Tag legt. Das hier hat mir besonders gefallen:

Gut inszenierter Piratenbombast und ein süßer Junge – was will man mehr? ;) Unbedingt auch die anderen Videos gucken!

Panda Attack!

Put this on a tattered flag, and raise some hell!
(and visit that nice blog afterwards)

Ein unverhofftes Wiedersehen

Es geschehen noch Zeichen und Wunder – wenigstens Ansätze davon. Heute bin ich, das gute Wetter ausnutzend, zwei Stunden durch die Stadt, in der ich aufgewachsen bin und in der ich vor einem Jahr einen wunderbaren 13jährigen Jungen über mehrere Wochen kennen lernen durfte (freilich ohne dass daraus etwas engeres geworden wäre, zumal ich dann die Stadt wieder verlassen musste), spazieren gegangen, in der Hoffnung, vielleicht die eine oder andere nette Begegnung zu haben. Ich stand allerdings schnell kurz vor der Resignation, da Jungen an einem sonnigen Sonntagnachmittag mittlerweile offenbar besseres zu tun haben als draußen zu spielen.

Kurz nachdem ich diese Feststellung getroffen hatte, bemerkte ich zwei Figuren, die eine größer, die andere kleiner, etwa 200 m vor mir an einem Bach stehen, mit einer Angel in der Hand. Ein Junge mit seinem Vater? Nein, es waren zwei Jungen! Als ich näher kam, begann mein Herz schneller zu pochen – der größere der beiden sah meinem Liebling von vor einem Jahr sehr ähnlich, aber sicher war ich mir nicht. Er schielte auch zu mir herüber, aber ich traute mich nicht, ihn anzusprechen und ging erstmal weiter. Nachdem ich mehrere Male stehen geblieben war, um meine Schüchternheit zu verfluchen, ging ich dann doch zurück und hatte Glück: die beiden hatten das Angeln beendet und kamen mir entgegen. Er war es tatsächlich, und ich fasste mir ein Herz und lächelte ihn direkt an. Er erkannte mich, meinte: „Oh, doch!“ und kannte auch noch meinen Namen! Mittlerweile musste er fast 15 sein, aber immer noch kaum im Stimmbruch und sehr süß. Ich fragte ihn, wie es ihm gehe, wie es in der Schule laufe und so, und er gab mir bereitwillig Auskunft und unterließ es dabei auch nicht, ordentlich über seine Schule abzulästern – total niedlich. Irgendwie war er sogar schüchterner als ich, jedenfalls versuchte er die ganze Zeit, seinen Fuß in den Boden zu drehen. Er erzählte mir, dass er sogar schon eine Ausbildungsstelle in Aussicht hat, was mich natürlich sehr freute. Ich wollte dann noch von mir erzählen, aber so weit ging die Sympathie dann wohl doch nicht, jedenfalls verabschiedete er sich dann und ließ mich mit pochendem Herzen zurück. Ich hatte tatsächlich den Jungen getroffen, wegen dem ich – das musste ich mir dann eingestehen – eigentlich diesen ganzen langen Spaziergang unternommen hatte! Und ich hab mich auch noch, wenn auch erst im zweiten Anlauf, getraut, mit ihm zu reden, und das Gespräch lief auch noch gut. Nicht perfekt, aber gut. Später sah ich dann noch ein paar Jungen kurz beim Fußballspielen zu, und jetzt sitze ich hier und fühle mich endlich wieder einigermaßen zufrieden.

Warum erzähle ich das hier eigentlich? Vielleicht, um deutlich zu machen, was für Kleinigkeiten ein „päderastisches Herz“ (so eine pathetische Scheiße, hehe) so erfreuen können? Ich weiß es nicht. Jedenfalls krieg ich das Grinsen gerade nicht weg. Der Frühling kann kommen! :)