Archiv für Juni 2008

When I was young…

There it is, my new favourite youtube-video. Excellent editing, cute boy, great song – one of the most uplifting things I‘ve seen in the last few weeks. :)

Schon wieder Sommer

Nun ist es also Sommer, ein halbes Jahr ist vergangen seit dem letzten International Boylove Day. Zeit für den nächsten und Zeit für einen kurzen Rückblick, Zeit, innezuhalten und zu gucken, was die vergangenen Monate so gebracht haben. Leider habe ich da aber zur Zeit gar keine Lust zu, ich hänge ziemlich in den Seilen, vor allem aus dem Grund, dass die Freundschaft zu einem Jungen, die ich über die letzten Monate versucht habe aufzubauen, gerade am Abkühlen ist, bedingt durch verschiedene Ängste aller Beteiligten. „Boylove“ ist eben kein Zuckerschlecken; aber was ist das schon.

Trotzdem, die Sonne scheint, der Tag ist noch jung, vielleicht passiert ja noch etwas schönes heute, vielleicht etwas so schönes wie in einer Geschichte, die ich vor einiger Zeit geschrieben habe und hier nun zur Feier des Tages das erste Mal veröffentliche. Ich wünsche es jedenfalls allen, die diese Zeilen wohlwollend lesen: macht was aus dem Sommer.

„Hallo, wie geht’s dir?!“

Es läuft zwar zur Zeit so einiges nicht ganz rund, aber schönes passiert dann doch: mehr oder weniger zufällig einen kleinen Kumpel, den ich lange nicht mehr gesehen hatte, getroffen, Wiedersehensfreude erlebt, eine Stunde Zeit verbracht, seine Aussage, dass es schade sei, dass man sich so lange nicht gesehen hat, runtergehen lassen wie Öl und eine Verabredung für nächste Woche abgemacht. :)

Stern-TV: Futter für den Volksmob

Es sind sexuelle Phantasien, die man nicht haben darf: Erwachsene, die sich zu Kindern hingezogen fühlen. Nach Schätzungen sind 200.000 Männer in Deutschland pädophil oder ständig in der Gefahr, es zu werden.

Überraschung: „Stern TV“ konstruiert eine „Gefahr“, pädophil zu „werden“. Vorsicht, liebe Leute, es kann jeden treffen! Jederzeit! Und das liegt ja auch nahe, laufen doch da draußen immer noch genügend Kinder herum, die arme unschuldige Erwachsene dazu verführen könnten, sich mit ihnen zu beschäftigen. Und ist das erst einmal geschehen, finden sie vielleicht Gefallen daran, wollen mehr und – siehe da! – schon haben wir einen weiteren Kinderschänder in Deutschland.

Einen von 200.000. Das ist die Zahl, die immer durch die Medien geistert, wenn es um Pädos geht, um Menschen also, die sich in Kinder verlieben. Günther Jauch, die Jauchegrube des deutschen Privatfernsehens, machte daraus gestern gar 200.000 angemeldete User in deutschen Pädoforen – Hauptsache, 200.000. Auch sonst war die Sendung an Abstrusität kaum zu überbieten: das Therapieprojekt „Kein Täter werden“ der Berliner Charité wurde vorgestellt, und ein „Albert S.“, Pädo mit Mädchenpräferenz, stellte sich als Kronzeuge zur Verfügung für reuige Pädos, die zwar „stolz auf ihre Sexualität“ sind, diese aber „unter keinen Umständen“ ausleben dürfen; nicht einmal Kindern nähern dürfen sie sich, auch platonische Kontakte sind tabu, schließlich handelt es sich um tickende Zeitbomben, die, sofern sie nicht so einsichtig sind, sich bei der Charité zu melden, automatisch irgendwann ein Kind „misshandeln“ (!). Albert S. hat diese Ansicht internalisiert und konnte irgendwann nicht mehr: sein ganzes Leben sei total sexualisiert gewesen, am Ende habe er sich bei jedem Mädchen gefragt, ob sie für ihn in Frage komme; interessanterweise ein Verhalten, das nur bei Pädos zum Problem gemacht wird: wenn Männer oder Frauen Erwachsene „auschecken“, sie mit Blicken taxieren, zum Flirten in die Disco gehen etc., dann ist das völlig normal und nicht etwa „total sexualisiert“, was sich so nett pathologisch anhört.

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