Hetzkampagne in der Schweiz

Die katholische Kirche St. Johann in Murg (CH) beschäftigt einen „bekennenden Pädophilen“, wie das Schweizer Hetzblatt „Blick“ schreibt. Das Spannende: es stimmt. „Martin J.“ bezeichnet sich selbst auf seiner zwar unsäglich gestalteten, aber lesenswerten Homepage als pädophil und schreibt dort u.a. gegen Vorverurteilungen wie sie von Blättern wie dem „Blick“ immer wieder vorgetragen werden, an. Und sein Chef weiß davon und steht hinter ihm – noch.

Denn in „Blick“ darf eine Sabine Rüthmann, Informa­tionsbeauftragte des Bistums St. Gallen, dann quasi als Schlusswort vortragen, dass Menschen mit pädophilen Neigungen „therapeutische und seelsorgerische (sic!) Begleitung“ benötigten, und zwar „unabhängig ­davon, ob sie sich pädophiler Straftaten (sic!) schuldig gemacht haben oder nicht.“

Stimmt leider, Frau Rüthmann: aber nicht deshalb, weil Pädophilie aus sich heraus etwas so schreckliches wäre wie Sie das gerne hätten, sondern allein deshalb, weil diese Menschen von Leuten wie Ihnen ständig pathologisiert, kriminalisiert und dämonisiert werden. Man kann nur hoffen, dass es in diesem Fall aufgrund der nun wohl beginnenden Hetzkampagne des „Blick“ nicht dazu kommt, dass „Martin J.“ seinen Arbeitsplatz verliert. Wahrscheinlich ist es aber, und dann wird Frau Rüthmann mit ihrer christlichen Nächstenliebe sicherlich nicht müde werden, dem Mann, dessen Existenz sie mit zerstört hat, „therapeutische und seelsorgerische Begleitung“ zu gewähren. Ihn wird es freuen!

Edit vom 14.08.2008: Nun ist es soweit, J. „kann nicht mehr“, wie kath.ch schreibt. Ich verlinke hier seine finale Stellungnahme samt Rücktrittsgesuch und die entsprechende Meldung inkl. weiterführender Links auf kath.ch. Weiterhin verlinke ich ein Interview mit J., in dem er davon redet, Morddrohungen zu erhalten und seine Existenz in Murg aufgeben zu müssen.
Nachtrag vom 15.08.: Nun ist auch ein Strafverfahren gegen J. eingeleitet worden, wie „Blick“ schreibt. Frau Rüthmann und ihre Christenfreunde können an die Arbeit gehen…


25 Antworten auf “Hetzkampagne in der Schweiz”


  1. 1 Heinz Abreu Nievergelt 08. August 2008 um 23:14 Uhr

    Von einer Hetzkampagne kann keine Rede sein. Als ehemaliges Opfer weis ich sehr wie man sich dabei ein Leben lang fühlt. 27 Jahre hatte ich aus Scham geschwiegen. Andere leben ein Leben lang mit einem Toten Herzen oder nehmen dies aus Scham mit ins Grab.

    Was für ein Scheiß Leben?

    Sie schreiben im Titel seine Webseite sei Lesenswert! Dann stellt sich mir die Frage ob sie ein Pädofreund sind!!

    Es ist absolut unverständlich das so ein Abartiger Mensch eine derartige Anstellung bekam. Da kann Joos auf seiner Webseite noch so viel verharmlosen. Für mich hat jeder der sich an Kindern vergreift sein Anrecht als Mensch verloren.

  2. 2 Different 09. August 2008 um 3:43 Uhr

    Dass sie als Kind Opfer eines sexuellen Übergriffs wurden tut mir leid. Jedoch war es weder Herr J., der diese Tat begangen hat noch gibt es irgendwelche Hinweise darauf, dass er sexuelle Kontakte zu Kindern sucht. Sollte sich ihr Satz „Für mich hat jeder der sich an Kindern vergreift sein Anrecht als Mensch verloren.“ also auf Herrn J. beziehen, reden Sie am Thema vorbei bzw. betreiben üble Nachrede.

  3. 3 Vernunft 09. August 2008 um 7:51 Uhr

    Tinjo hat im Net verbreitet, dass er mit einem Knaben sexuellen Kontakt hatte.

    Würden alle Opfer und Betroffenen die Tinjo auf seiner Webseite beleidigt reagieren, wären Herr J. die Konsequenzen der üblen Nachrede schon längst bewusst.

  4. 4 Heinz Abreu Nievergelt 09. August 2008 um 14:48 Uhr

    @ Vernunft
    Sie haben es Richtig erkannt.
    Eines habe ich in all den Jahren gelernt. Ich schreibe alles unter meinem richtigen Namen und Schreie in die Welt hinaus wie ich über Pädos denke.

    Different
    Ich will hier keine Diskussion anheizen jedoch zu meinem Statement stehe ich jederzeit.
    Die faulen Ausreden der Pädos beeindrucken mich und andere Opfer nicht.
    Was wenn eines Tages eines ihrer Kinder zum Opfer wird? Was machen sie dann?

  5. 5 Different 09. August 2008 um 14:51 Uhr

    @Heinz: Dann werde ich trotzdem nicht anfangen gegen Pädos zu hetzen die sich nichts zu Schulden kommen lassen haben.

  6. 6 Vernunft 09. August 2008 um 15:41 Uhr

    Wäre Tinjo unschuldig würde er wohl kaum auf dieser Prangerliste stehen. http://tabubruch.net/?st=fo

  7. 7 Different 09. August 2008 um 20:02 Uhr

    „[J.] arbeitet als bekennender Pädophiler für das Pädophilennetz ITP-Arcados, deckt pädokriminelle Täter und verharmlost und beschönigt systematisch die Pädophilie. Als ITP-Arcados-Berater gibt er vor, durch seine Arbeit mit Pädophilen Prävention zum Schutz von Kindern zu betreiben.“

    Selbst auf dieser bekloppten Liste steht nicht, dass er Übergriffe gegenüber Kindern tätigen würde, also scheint er wohl „unschuldig“ zu sein. Davon abgesehen ist diese Liste wohl kaum als neutrale Quelle zu betrachten… Was er selbst im Netz verbreitet hat weiß ich nicht, aber du kannst hier gerne einen Link schicken. Im Moment sehe ich immer noch nix besonderes Verwerfliches daran, dass ein Pädophiler über seine sexuelle Ausrichtung spricht, ohne sich selbst als unmenschliches Monster zu beschreiben und sich dafür einsetzt, dass Pädophile nicht mehr diskriminiert werden.

  8. 8 Päscu 09. August 2008 um 22:09 Uhr

    @Different, hier der Link:

    http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2002/07/06/a0267

    Demnach gibt Martin Joos zu, dass er mehrmals Sex mit einem ihm anvertrauten Knaben hatte. Du kannst davon halten, was du willst, aber für mich ist der Fall klar. Für mich ist Martin Joos nicht glaubwürdig und ein Täter.

  9. 9 Heinz Abreu Nievergelt 09. August 2008 um 23:08 Uhr

    Different
    Auch ihr Nick ist etwas anderes und sie wollen uns schönreden das Joos vielleicht sogar ein Märtyrer ist und das Pädos nicht mehr diskriminiert werden.
    Wir Opfer sind wohl Täter und böse Menschen!!!
    Zwischen ihnen und uns ist es different.
    Ich schließe mich vielen Menschen an „Null Toleranz für Pädos“ Somit schließe ich meinen Teil.

  10. 10 Different 10. August 2008 um 2:10 Uhr

    Da Sie offensichtlich nicht sachlich über dieses Thema sprechen können, ist es tatsächlich wohl nicht sinnvoll die Diskussion weiterzuführen. Ich möchte Ihnen nur versichern, dass ich keinesfalls Opfer zu Tätern machen möchte und es selbstverständlich schwer zu verurteilen ist ein Kind zu sexuellen Handlungen zu zwingen. Mir geht es nur um die meiner Ansicht nach sehr wichtige Differenzierung, dass nicht jeder Pädophile Kinder „missbraucht“ (blödes Wort, als ob Kinder ein Gebrauchsgegenstand wären den man richtig gebrauchen und missbrauchen kann) und nicht jeder der Kinder missbraucht ein Pädophiler ist.

  11. 11 Vernunft 10. August 2008 um 8:46 Uhr

    Hallo Heinz

    ich schliesse mich ihrem Beitrag an!

    http://www.itp-arcados.net/leben/lieberjunge2002taz.html

    Grüsse aus der Schweiz

  12. 12 Administrator 11. August 2008 um 14:17 Uhr

    Dazu drei Anmerkungen:

    1. Mit keinem Wort wird hier von den Gegnern Joos‘ auf meine Kritik eingegangen, dass Pädophilie in den allermeisten Fällen erst dann zum Problem wird, wenn der jeweilige Pädophile wegen seiner Neigung diskriminiert, abgelehnt, verpönt wird – was in den meisten sozialen Gruppen der Fall sein dürfte. Diese Zusammenhänge sind klar belegt (vgl. z.B. Bernard).

    2. Die Hetze in diesem „tabubruch“-Forum ist nicht mehr nur widerwärtig, sie ist auch kriminell. Dort finden sich auch unbelegte Behauptungen darüber, dass Joos sich in Widersprüche verstricke. Aber selbst wenn das der Fall wäre, ist das Verlieren eines kühlen Kopfes als Ergebnis der schon lange andauernden Hetze zu deuten.

    3. Der hier nun zweimal unter verschiedenen Adressen verlinkte taz-Artikel über Martin Joos zeigt ganz eindeutig, dass der Junge, um den es geht, a) gar kein Kind (0-14 Lebensjahre) mehr war, als der sexuelle Kontakt geschah, b) er diesen Kontakt selbst initiiert hat und c) es ihm aber auch nichts ausgemacht hätte, wäre er noch ein Kind gewesen („Wir hätten doch viel früher damit anfangen können“). Zudem scheint er von der Beziehung zu Joos einen ganz beträchtlichen Gewinn gehabt zu haben (Vertrauensperson, Hilfe beim Coming Out, gute Leistungen in der Schule etc.). Hier von einem „Opfer“ zu sprechen ist offensichtlich völlig grotesk.

  13. 13 Heinz Abreu Nievergelt 11. August 2008 um 19:18 Uhr

    Als ehemaliges Opfer platzt mir bei jedem Kindesmissbrauch der Kragen.
    Grotesk ist das sie mit allen Mittel versuchen die Sache zu verharmlosen.
    Was ist mit uns? Die meisten von uns reden aus Scham nie darüber. Solche Erlebnisse bleiben im Hirn für immer verankert. Bekommen wir eine lebenslange Therapie? Mir wurde in einem Bericht von einem Psychologen Narzissmus vorgeworfen weil ich es gewagt habe auf meiner Webseite zu veröffentlichen.
    Wissen sie was für Gefühle und Emotionen dieser Fall bei uns auslöst?
    Haben sie soviel Pietät dies zu verstehen?
    Was mich wütend macht ist das Unrechtsbewusstsein dieses Mannes.
    Kennen sie das Wort VORBEUGUNG?
    Daher: „Null Toleranz für Pädos“.

    (Es ihr Blog und sie können Schreiben, Löschen etc. wie sie wollen)
    Mehr ist dazu wirklich nicht mehr zu sagen

  14. 14 Administrator 11. August 2008 um 19:41 Uhr

    Es ist noch einiges zu sagen.

    Zunächst: Begreifen Sie doch bitte, dass es um Sie hier überhaupt nicht geht. Sie hatten ein negatives traumatisches Erlebnis in Ihrer Kindheit, das hat mit Martin Joos oder mir nicht das Geringste zu tun. Und ja, ich habe genug Pietät, dazu nichts weiter zu sagen.

    Dann zur Sache: Sex mit einem 15jährigen ist nach deutschem Gesetz kein „Kindesmissbrauch“. In der Schweiz ist das anders, dort gilt das als solcher. Allein das zeigt doch, wie irrsinnig der Begriff ist, kann doch jeder Staat ihn definieren wie er möchte. In diesem speziellen Fall kommt noch hinzu, dass dem Jungen offensichtlich kein Schaden entstanden ist, im Gegenteil, er wollte den Sex, weil er sich als „schwul“ begriffen hat und eben mit seinem großen Freund üben wollte, wie das so geht. Was ist daran bitte schlimm?

    Und: was heißt eigentlich „Vorbeugung“ im Kontext von „Null Toleranz für Pädos“ und „Anrecht als Mensch verloren“? Schwanz ab? Rübe ab? Das sind barbarische, unmenschliche Äußerungen. Mögen Ihre Kommentare hier als Mahnmal Bestand haben.

  15. 15 Päscu 11. August 2008 um 23:01 Uhr

    Lieber Administrator

    Erstens: Gemäss der UN-Charta über den Schutz der Rechte der Kinder, gilt jede Person, deren Persönlichkeit noch nicht ausgereift ist, als Kind (Preambel), bzw. jede noch nicht volljährige Person unter 18.

    Gemäss eben dieser UN-Charta geniessen Kinder einen besonderen Schutz ihrer sexuellen Integrität.

    Zweitens: Wenn die Publikationen im tabubruch.net-Forum tatsächlich kriminell wären, dann wären diese Seiten bestimmt längst abgestellt und die Verantwortlichen hinter Schloss und Riegel. Aber auch in Sachen Meinungsfreiheit gelten eben unterschiedliche Ideen und Gesetze weltweit.

    Wenn ich dort im Forum schreibe, dass sich Martin Joos in Widersprüche verwickle, dann ist das meine Meinung, die ich darüber hinaus auch sachlich begründe. Jeder menschenvernünftige und unabhängige Leser kann sich schliesslich selber seine Meinung bilden. Sie müssen mir ja nicht glauben. Aber meine Meinung zu haben, und sie auch zu äussern, ist ganz bestimmt nicht kriminell. Für Sie ist wohl alles kriminell, was nicht Ihrer Meinung entspricht, eeh?

    Immerhin kann im tabubruch.net-Forum jeder seine Meinung kund tun, ganz ohne Moderations-Warte-Schlange, und ganz ohne vom Wohlwollen und der Gnade eines parteiischen Administrators anhängig zu sein. Da könnten Sie sich für Ihren Blog ein Vorbild nehmen!

    Drittens: Nicht zuletzt geht es in Sachen Martin Joos auch um die Kirche und darum, dass er von den Gläubigen in den Kirchenrat gewählt wurde, ohne dass die aber über seine pädophilen Machenschaften im Bild gesetzt wurden.

    Da ist eben zu berücksichtigen, dass es nicht nur eine juristische Qualifikation gibt, ob sich Martin Joos nun strafbar gemacht hat oder nicht, sondern auch eine moralische. Man muss sich nicht nur fragen, ob das Handeln von Martin Joos gesetzmässig war, sondern auch, ob es rechtmässig und moralisch gerechtfertigt war.

    Die Gläubigen hätten Martin Joos kaum ins Amt, wenn sie von seinen „Neigungen“ und seinem zeitweise fanatischen Engagement für die Pädophilen gewusst hätten. Insofern wurden die Gläubigen hintergangen, was nicht für den Charakter von Martin Joos spricht.

  16. 16 Administrator 12. August 2008 um 13:22 Uhr

    Päscu,

    erstmal: dass Ihre Kommentare erst freigeschaltet werden müssen, scheint ein Fehler zu sein, da kann ich nichts für.

    Zur UN-Charta: diese unsinnige und gefährliche Definition des Begriffs „Kind“ kenne ich. Sie kann dazu führen, dass jede sexuelle Handlung selbst von Jugendlichen in Zukunft kriminalisiert wird. Heutzutage machen die meisten Menschen im Alter von 12-16 Jahren ihre ersten sexuellen Erfahrungen; es ist völlig absurd, das in die Ecke des „sexuellen Missbrauchs“ zu stecken. Versuchen Sie doch mal, über irgendwelche autoritär vorgegebenen Definitionen hinaus zu denken. Und wenn „Kinder“, also, wie Sie sagen, Menschen unter 18, einen „besonderen Schutz ihrer sexuellen Integrität“ genießen, dann kann das auch bedeuten, dass man sie vor dem voyeuristischen Blick des Gesetzgebers schützt, der jedes gegenseitige Rumfummeln unter den Generalverdacht des Missbrauchs stellen will, einfach aus dem Grunde, dass die dabei beteiligten Menschen noch keine 18/16/14 sind!

    Zum tabubruch-Forum: dem Staat entgeht auch mal was. Ich denke, wenn man die Seiten wegen dieses „Prangers“ anzeigen würde – oder wegen einiger hetzerischer menschenverachtender Beiträge im Forum – würde da was passieren. Z.B. wird dort Sylvia Tanner als „pädosexuell“ mit „starkem Gefährdungspotential“ für Kinder bezeichnet, daneben steht ihre Adresse. Hier wird eine Frau, die nichts anderes tut als Pädophilen mit psychischen Problemen zu helfen, kriminalisiert, an den Pranger gestellt, dem Lynchmob zum Fraß vorgeworfen. Mir fehlen schlicht die Worte für solch ein Verhalten, es widert mich an. Das ist MINDESTENS üble Nachrede/Rufmord.
    Ach ja: dass dort unter „Legende (Gefährdungspotential)“ auch das Merkmal „HO“ für „homosexuell“ vergeben wird, ist Volksverhetzung, da Homosexuelle pauschal als gefährlich für Kinder und Jugendliche gebrandmarkt werden.

    Weiter: was sind „pädophile Machenschaften“? Der Kampf um die Emanzipation der Pädophilie von Lynchmob, Volksmoral und Strafverfolgung? Sie sind vermutlich heterosexuell, Päscu. Wie würden Sie sich fühlen, wenn man Ihnen allein deshalb ständig unterstellen würde, Sie seien ein Vergewaltiger oder hätten grundsätzlich und ständig nicht-einvernehmlichen Sex mit Frauen (da es eben keinen einvernehmlichen geben kann, der bürgerlichen Definition nach), weil Sie sich ja – als Heterosexueller – nicht beherrschen können, Ihrem Trieb unterliegen? Ständig gehen sie unter Leute und fühlen sich beobachtet: sieht man, dass ich auf Frauen stehe? Wissen die schon, was für ein Monster ich bin? Wie sie mich alle hassen würden, wenn sie nur wüssten… Sie entwickeln eine Paranoia, dann kommt die Depression, die Sozialangst. Stellen Sie sich das mal für ein paar Sekunden vor. Schön, nicht? Das ist das Gefühl, dem Pädophile ständig ausgeliefert sind, wenn sie keine Strategien entwickeln, der Totalverachtung der Gesellschaft zu entgehen bzw. ihr den Schrecken zu nehmen. Eine solche Strategie kann das Betreiben einer Website sein, die sich die Emanzipation der Pädophilen auf die Fahnen geschrieben hat. Unmoralisch? Vielleicht – aber eine Moral, deren Vertreter einen Begriff von „rechtmäßig und moralisch gerechtfertigt“ haben, der solche Leute dann noch an den Pranger stellt und die Bevölkerung gegen sie aufhetzt, die muss man halt bekämpfen; da kommt mir einfach nur noch das kalte Kotzen.

    Zu guter Letzt kommt hier eine Doppelmoral zum Tragen: die Gläubigen seien „hintergangen“ worden, weil Joos ihnen nicht seine Pädophilie ins Gesicht geschrien hat, als er zur Wahl gedrängt wurde. Machen das andere Männer, wenn sie sich zur Wahl stellen, gehen die mit ihrer Sexualität hausieren? Warum sollten Pädophile das tun müssen? Vielleicht haben einige dieser Heteromänner ja mal eine Frau vergewaltigt? Kommt in der Ehe recht häufig vor, wird meist unter den Teppich gekehrt, weil das ja so eine heilige Institution (*kotz*) ist. Warum sagen die das nicht? Ach so, sie wollen ja gewählt werden, da ist das dann okay, wenn sie sowas verschweigen… aber wehe, der Pädo, der sich nie was hat zuschulden kommen lassen, der höchstens mal Sex mit einem 15jährigen, also einem Jugendlichen (!) hatte, wehe, der sagt nichts, der muss sein ganzes Seelenleben vor den „Gläubigen“ ausbreiten.

    Ekelhaft. Einfach nur ekelhaft.

  17. 17 Heinz Abreu Nievergelt 12. August 2008 um 19:31 Uhr

    Ekelhaft ist das was sie von sich geben Administrator!

    Und dann dies; der höchstens mal Sex mit einem 15jährigen, also einem Jugendlichen (!) hatte,!!!!
    Ach so, Pädos entwickeln eine Paranoia, dann werden sie Depressiv und nachher kommt die Sozialangst *gg*gg*

    Geben sie doch endlich zu das sie auch so veranlagt sind, denn sie winden sich wie ein Aal herum. An die Opfer denken sie sie NIE. Die sind ihnen egal.

    Härtere Strafen für Pädos (sie fragten ja ob Schwanz ab, Rüde ab?). Wenn das Gesetz sagt, Abbinden bis die Blase platzt dann wird dies auch gesetzlich angewendet. 6 Jährchen max. Knast ist 50 Jahre zu wenig.

    Gut geschrieben Päscu

  18. 18 Different 12. August 2008 um 20:44 Uhr

    @ Heinz: Wenn Ihnen Päscus Beitrag gefällt dann nehmen Sie sich ein Beispiel und versuchen Sie wenigstens so etwas ähnliches wie ein Argument zu bringen. Ein solches sucht man in Ihren Beiträgen nämlich immer noch vergeblich. Ihre Verweise auf die Opfer greifen immer noch ins Leere. Welche Opfer? Die Person um die es hier geht hat nichts getan wodurch Opfer produziert wurden. Er hatte einvernehmlichen Sex mit einem 15-Jährigen, da gibt es keine Opfer.

    Und damit Sie nicht weiter über den Administrator spekulieren müssen lege ich Ihnen das Lesen von „Über dieses Blog“ oben im Menu ans Herz.

  19. 19 Heinz Abreu Nievergelt 13. August 2008 um 1:47 Uhr

    @Different

    So so es gibt also keine Opfer. Sex mit einem 15-jährigen ist laut Schweizer Recht VERBOTEN. Auch wenn er ihn über längere Zeit bearbeitet hat (bis er wohl oder übel Einverstanden war!!!!
    Ich habe ihren Rat befolgt und “Über dieses Blog“ gelesen.

    Hasta nunca

  20. 20 Administrator 13. August 2008 um 12:11 Uhr

    Auf tabubruch.net werden aktuell Pädophile in die Nähe von Neonazis gerückt und zu dem Einwand einer Userin, der „Pranger“ könne zu Lynchjustiz führen, gesagt, damit müsste man dann halt „notgedrungen“ leben. Trotz bekannter Neonaziparolen wie „Todesstrafe für Kinderschänder“, die den tabubruch.net-Mitgliedern wohl gefallen dürften, wird dort behauptet, (Neo-)nazis seien keine Gefahr für Pädophile, da selber pädophil – und zwar deshalb, weil sie Jugendorganisationen hatten/haben. Absurder und dümmer geht es nicht mehr.

    Volksverhetzung, Verharmlosung möglicher tätlicher Angriffe auf Menschen: dieses Forum gehört abgeschaltet.

  21. 21 Päscu 13. August 2008 um 22:14 Uhr

    Administrator,

    Ihre Vergleiche hinken.

    Sie zeigen Ihre wahre Gesinnung, wenn Sie die UN-Charta zum Schutz der Kinderrechte als unsinnig und gefährlich betrachten.

    Dass in der UN-Charta der Begriff „Kind“ generell als heranwachsende (und noch nicht ausgereifte) Persönlichkeit definiert wird, ist nachvollziehbar und unproblematisch. Das wird von den vielen Staaten, insbesondere von der grossen Mehrheit aller Erdenbürger, überhaupt nicht angezweifelt.

    Wenn da steht, dass die sexuelle Integrität jedes Kindes geschützt ist, bedeutet das noch lange nicht, dass das Schutzalter jetzt erst bei der Volljährigkeit definiert werden muss, denn die sexuelle Entwicklung gehört ja auch zur Entwicklung einer gesunden Persönlichkeit. In der Schweiz zB. wurde das Schutzalter unter Jugendlichen ganz abgeschafft, solange der Altersunterschied nicht mehr als drei Jahre beträgt. Das ist völlig konform mit der UN-Charta, währenddessen eine Kriminalisierung von sexuellen Erfahrungen unter Jugendlichen eben genau diese UN-Charta und die sexuelle Integrität von Kindern verletzen würde. Es ist also in Tat und Wahrheit genau umgekehrt, wie Sie es uns weismachen wollen.

    Bei anderen Kinderrechten, zB. dem Schutz vor Ausbeutung als Arbeitskraft, bedeutet das auch nicht, dass Minderjährige nicht arbeiten dürfen. Aber sie dürfen nicht ausgebeutet werden, was in der Regel heisst, dass die Arbeit von Kindern (im Sinne der UN-Charta) zwingend höheren Zielen dienen muss, also etwa der Ausbildung und der Integration in die Berufswelt, denn Kinder haben auch ein Recht auf Ausbildung und Integration.

    Auch der Vergleich von Pädophilen mit Homo- oder Heterosexuellen hinkt. Darüber möchte ich mich weiter auslassen, weil das andere schon mehr als ausreichend getan haben. (vgl. http://http://www.ignoranz.ch/forum/4_2691_0.html)

    Unter „pädophilen Machenschaften“ verstehe ich in erster Linie einmal alle sexuellen Handlungen mit vorpupertierenden Kindern (also etwa bis 14) sowie sexuelle Handlungen unter Ausnützung von Machtgefällen, etwas Abhängigkeiten wie sie zwischen Lehrern oder Trainern zu ihren Schützlingen bestehen. Auch die sexuelle Handlung eines „Ersatz-Vaters“ oder „Pseudo-Vormunds“ mit seinem Stiefsohn oder Mündel, wie zB. die sexuellen Handlungenvon Martin Joos mit dem 15-jährigen Jungen, betrachte ich als als „pädophile Machenschaften“.

    In zweiter Linie gehört für mich in den Begriff „pädophile Machenschaften“ aber auch alles andere Unsaubere, was nur dazu dient, die pädosexuellen Handlungen zu vertuschen und deren Opfer am Reden zu hindern, resp. zum Schweigen zu bringen. Also etwa auch Drohungen, Anzeigen wegen übler Nachrede, Ausgrenzungen usw. Das Repertoire der Pädophilen ist leider sehr vielfältig und äusserst kreativ. Insofern sollten Sie sich einmal mit Opfer und deren leidigen Erlebnissen auseinandersetzen.

    Weiter zum Vorwurf der Doppelmoral: Generell weiss man ja über den Standpunkt der christlichen Kirche zur Homosexualität und zur Pädophilie. Die Katholische Kirche drückt sich diesbezüglich sehr klar aus. Es ist jedem freigestellt, diesen christlichen Standpunkt zu teilen oder nicht. Niemand wird gezwungen, der Kirche beizutreten.

    Wenn jemand in der katholischen Kirche mitmachen will, dann sollte er so ehrlich und rücksichtsvoll sein, diesen Standpunkt der Kirche zu respektieren. Es zeugt für fehlenden Respekt, wenn man diese Wertevorstellungen der Kirche dann einfach missachtet, und gleichzeitig meint, dass man es selber nicht nur besser wisse, welches die richtigen Werte für die Kirche wären, sondern dass man es dann das auch der Gemeinde nicht zur Diskussion stellen müsse, weil die ja offenbar sowieso keine Ahnung haben.

    Wenn also ein katholischer Priester eine ganz normale heterosexuelle Liebesbeziehung zu einer Frau haben will, so soll er konsequenter- und ehrlicherweise auf sein Amt verzichten, das ihn nämlich zum Zölibat verpflichtet, oder dann soll er zumindest seine dem Zölibat widersprechende Beziehung gegenüber denjenigen offenlegen, die für seine Wahl verantwortlich sind. Wenn er das nicht tut, handelt er hinterhältig und respektlos gegenüber der Kirche und gegenüber allen denjenigen, die ihn gewählt und vertraut haben. Er handelt dann auch eigennützig, egoistisch und missachtet selbstherrlich die Grenzen der anderen. Er missbraucht das Vertrauen, das die anderen in ihn gesetzt haben.

    Genau diese selbstherrliche Ignoranz vor den Grenzen der anderen, sowie der Missbrauch des Vertrauens, ist auch der Kern von jedem sexuellen Missbrauch. Die Täter wissen besser über die Grenzen der anderen Bescheid als die Betroffenen selbst, und deshalb meinen sie, dass sie das Recht haben, diese Grenzen der anderen schändlich zu ignorieren, und sich darüber hinweg zu setzen.

    Zu guter Letzt noch zu Ihrer wehleidigen Klage, dass bei tabubruch.net Pädophile in die Nähe von Neonazis gerückt werden: Was ist denn für sie Faschismus oder faschistisch?

    Faschismus ist für mich unter anderem: Das Besserwissen über und Missachten von Grenzen der anderen, sowie das Besserwissen und selbstherrliche Missachten von zwingendem und allgemein akzeptiertem Völkerrecht und Gesellschaftsnormen; wenn man etwa die UN-Charta zum Schutz der Kinderrechte als unsinnig und gefährlich einstuft, und das tut derjenige, der den Kern dieser UN-Charta, nämlich den dortigen Begriff „Kind“ als unsinning und gefährlich bezeichnet. Das ist meines Erachtens faschistisch im Sinne von menschenverachtend und gegen die Gesellschaft gerichtet.

    Insofern kann ich sehr gut nachvollziehen, dass es Leute gibt, die Pädophile in die Nähe von Faschisten stellen. Sie machen es vor, Administrator. Auch wenn ich Ihnen sicher nicht eine Nazi-Gesinnung andichten werde. Das ist es nicht. Aber meines Erachtens ist Ihre Gesinnung selbstherrlich, die Grenzen anderer ignorierend, menschenverachtend, und dazu gefährlich für die Gesellschaft. Daher also zumindest faschistoid, was heisst faschistisch-ähnlich. Das ist meine bescheidene Meinung. Natürlich lass ich Ihnen aber auch die Ihrige.

  22. 22 Administrator 14. August 2008 um 18:00 Uhr

    Ich habe diesen letzten Beitrag von Päscu mal freigeschaltet, obwohl mir darin unverhohlen Faschismus attestiert wird. Ich denke, dass es jedem vernünftigen Menschen auffallen wird, was für ein Blödsinn das ist, allein schon deshalb, weil es sich bei Faschismus um eine Staatsform handelt und nicht etwa um Besserwisserei, wie uns Päscu hier weismachen will.

    Zwei Punkte noch:

    1. Ein Schutzalter führt dazu, dass – wie im Fall Joos – einvernehmliche, gewünschte und positive sexuelle Kontakte kriminalisiert werden. Deshalb lehne ich diese Gesetze ab. Selbstverständlich sieht das anders aus, wenn bei einem solchen Kontakt ein Schaden entsteht, etwa durch eine Grenzverletzung oder gar eine Vergewaltigung. Um solches zu bestrafen, bedarf es aber nun einmal keines pauschalen Schutzalters.

    2. Dass Pädophile die Grenzen anderer nicht respektieren, ist eine pauschalisierende Unterstellung. Das kann man wirklich auf jede sexuelle Orientierung anwenden, wenn man bösartig ist. Pädophilie ist – das ist selbst in der bürgerlichen Wissenschaft völlig unumstritten – die erotische Anziehung auf sog. Kinder, also hauptsächlich Menschen unter 14 Lebensjahren. Mehr nicht. Da steckt NICHT drin, dass man die Grenzen dieser Menschen automatisch missachtet oder gar zu Gewalt neigt.

    Mit Menschen, die diese einfache Definition nicht verstehen und akzeptieren können, zu diskutieren, führt zu nichts. Deshalb beende ich das Ganze an dieser Stelle und verweise zur weiteren Klärung/Argumentation über Pädophilie im Allgemeinen auf den Link „Wichtige Einträge“ oben im Header sowie auf meine früheren Ausführungen in dieser Kommentarspalte.

  23. 23 adrian 16. August 2008 um 17:59 Uhr

    gegen tabubruch.net sind einige anzeige gestattet worden. jedoch ist die schweizer justiz machtlos, denn diese seite wird erstens aus dem fernen osten und auch gleich auf 5 verschiedenen server gehostet. so schützt sich natürlich der „tabubrucher“. er kann lüge verbreiten, menschen verletzten, ja sogar ganze organisationen zerstören.

    [Kommentar editiert wegen Verleumdung. – Admin]

  1. 1 Pädophiler: “Ich bekomme Morddrohungen.” | Herbst in der Seele Pingback am 14. August 2008 um 18:35 Uhr
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