Archiv für Dezember 2008

Neue E-Mail-Adresse

Ich habe heute eine neue E-Mail-Adresse für das Kontaktformular hinterlegt. Es funktioniert auch! Mails an die alte Adresse werden baldab jetzt nicht mehr gelesen.

…zum Jahreswechsel

Nach all der schweren Kost der letzten Wochen und den Strapazen eines sehr aufregenden und nicht immer schönen Jahres möchte ich mich zum Ende eben dieses von meinen Leserinnen und Lesern mit etwas Schönem verabschieden und einen angenehmen Jahreswechsel wünschen.

Zunächst ein ausgesprochen amüsanter und nach wie vor aktueller Text des Frauenliebhabers und Teilzeit-Schokoladenonkels Wiglaf Droste aus dem Jahre 1993, vorgetragen von ihm selbst:

Dann ein Mini-Film aus der Schweiz, ein Vorgeschmack auf den Frühling:


Foretaste Of Spring

Und schließlich ein Lied von Tom Petty, vorgetragen abermals von Droste, das gerne als programmatisch nicht nur für das nächste Jahr aufgefasst werden darf. Bis dahin!

Kindesmisshandlung beim Thomanerchor

Bei sowas kommt mir nur noch die Galle hoch: staatlich organisierte und erwünschte Kindesmisshandlung. Interessant ist die Begründung, die von einem Psychologen für (nicht näher bestimmten) sexuellen Missbrauch innerhalb der Internatsmauern angeführt wird: ein „Bedürfnis nach Zuwendung“ liege dem zu Grunde und der „Machtunterschied, der in den Altersgruppen der Stuben angelegt ist“. Nun: ersteres ist der Grund für fast alle sexuellen Kontakte, und ein Machtunterschied bedingt erstmal von sich aus überhaupt nichts. Dennoch trifft dieser Punkt was: man kann ja tatsächlich davon ausgehen, dass dort neben all der anderen Gewalt auch sexuelle geschieht, da erzwungener Sex ein besonders perfides Mittel ist, Menschen herabzusetzen – und das kommt in dem dort herrschenden „Erziehungssystem“ anscheinend häufiger vor, die brutal-autoritäre Ausnutzung des Machtunterschieds scheint System zu haben. Hoffentlich werden diese Strukturen mal aufgebrochen!

Nicht bange machen lassen! Wie der sexualpolitische Mainstream eine brisante Studie zu widerlegen versucht

Wie an dieser Stelle schon desöfteren erwähnt, existieren Studien und Texte1 zum Thema „Sexuelle Kontakte zwischen Kindern und Erwachsenen“, die auf diese Kontakte kein zwingend negatives, sondern eher ein neutrales bis positives Bild werfen. Die aktuellste und bekannteste unter ihnen ist die Meta-Studie von Rind, Tromovitsch und Bausermann aus dem Jahr 1998, die auf der Datenbasis von 36.000 Aussagen von Schülerinnen und Schülern US-amerikanischer Colleges eben jenen bemerkenswerten Schluss gezogen und deshalb vor allem in der US-amerikanischen Öffentlichkeit – bis hin zum Repräsentantenhaus – ein enormes Echo ausgelöst hat (genaueres kann z.B. bei ITP-Arcados und Wikipedia nachgelesen werden).

Die Reaktionen auf diese Studie waren überwiegend negativ bis scharf verurteilend, und so verwundert es kaum, dass die Gegenseite – also jene Verfächter des Dogmas von der unbedingten Schädlichkeit von sexuellen Kontakten zwischen Erwachsenen und Kindern – offenbar kaum eine Notwendigkeit sieht, in diese Debatte stichhaltige Argumente einzubringen. Das „Family Research Council“ (FRC) etwa, eine Organisation christlicher Rechtskonservativer in den USA, wies die Studie schlicht als „unwissenschaftlich“ zurück; sie spiele eben „Pädosexuellen Argumente in die Hand“2. Ja, und? Gefunden habe ich den Hinweis auf das Urteil des FRC in dem recht aktuellen Buch „Sexueller Missbrauch an Jungen: Die Mauer des Schweigens“ von Dirk Bange, der dort unter dem Titel „Bleibt sexuelle Gewalt für Jungen folgenlos? – eine umstrittene Studie“ versucht, die vorgebrachten Einwände gegen die Studie zusammenzufassen. Was dabei herauskommt, erscheint mir als so ärgerlich, dass ich es mir nicht nehmen lassen kann, es hier einmal kritisch zu kommentieren:

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Karremann, „Klaus“ und „Krümel“

Im „Jungsforum“ hat sich erneut ein Betroffener der Machenschaften des „investigativen Journalisten“ Manfred Karremann zu Wort gemeldet. Sehr interessant!

Früh übt sich

Also, wer sich immer schon gefragt hat, was diese „Heteronormativität“ eigentlich ist, von der hier manchmal die Rede ist: das ist, wenn neunjährige Jungen Ratgeber veröffentlichen, die „How To Talk To Girls“ heißen, und im Interview dazu klingen und aussehen wie ihre verstockten Väter und Lehrer, für die alles Sexuelle außerhalb der monogamen heterosexuellen Ehe schlicht des Teufels ist.

Der Deutschen liebstes Kind

Marco Weiss ist ein Kinderschänder. Oder besser: er müsste einer sein. Anfang 2007 nämlich missbrauchte er in einem türkischen Hotel ein 13jähriges Mädchen, indem er sexuelle Handlungen an und mit ihr vollzog. Das Mädchen zeigte ihn an, aber nicht wegen sexuellen Missbrauchs, sondern wegen Vergewaltigung, so dass Weiss von der türkischen Justiz in Untersuchungshaft genommen und angeklagt wurde. Mittlerweile ist der junge Mann wieder in Deutschland, der Prozess in der Türkei läuft zwar weiter, es ist aber nicht davon auszugehen, dass es noch zu einer Verurteilung kommt; dafür müsste Weiss freiwillig in die Türkei zurück reisen. Seit Januar läuft gegen ihn auch ein Ermittlungsverfahren wegen Sexuellen Kindesmissbrauchs bei der Staatsanwaltschaft Lüneburg, das von der Presse aber scheinbar totgeschwiegen wird. Weiss gilt als armer junger Mann, von einer sexbesessenen Engländerin zu einer Straftat verführt, die er eigentlich gar nicht wollte. In der öffentlichen Wahrnehmung ist er das Opfer, denn die deutsche Öffentlichkeit bewertet den Fall nicht als sexuellen Kindesmissbrauch, sondern als angebliche Vergewaltigung. In der „Bild“-Zeitung, diesem von vielen Millionen Deutschen täglich gelesenen rechten Hetzblatt, wird das Ganze folgendermaßen zusammengefasst:

Marco war am 12. April 2007 in seinem Urlaubshotel in Antalya festgenommen worden. Ihm wurde vorgeworfen, die damals 13-jährige Engländerin Charlotte sexuell missbraucht zu haben. Marco hat das stets bestritten und sprach von einvernehmlichen Zärtlichkeiten nach einem Kennenlernen in der Disco.

Hier wird es ganz deutlich: es geht dem Blatt um den Unterschied zwischen „einvernehmlichen Zärtlichkeiten“ und „Vergewaltigung“, und ersteres findet es in diesem Fall alles andere als schlimm. Ja, „Bild“ zitiert sogar aus dem diese Tage – pünktlich zum Weihnachtsfest – erscheinenden Buch, das Weiss über den Fall geschrieben hat. „Ich bin unschuldig. Ich habe ein reines Herz“, sagt er, und er will nun – mit Unterstützung von „Bild“ – „der Welt sagen, wie es wirklich war“: Sex, ja, den habe er gehabt, aber es sei doch alles einvernehmlich gewesen, er sei gar verführt worden, von diesem betrunkenen Mädchen, er selbst habe nur Cola getrunken, und überhaupt, das Buch – nach deutschem Recht übrigens sehr nahe an der Definition von Kinderpornographie, was die Deutschen nicht daran hindert, es so oft zu kaufen, dass es in der Biographien-Bestseller-Liste von amazon.de zwischen Helmut Schmidt und Barack Obama (!) steht – sei „auch Mittel zu Selbstheilung, denn die Erlebnisse haben ihn geprägt und belastet, ihn mit Albträumen gequält“. Der arme Marco!

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Parteiausschlussverfahren wegen Pädophilie

Dieter Gieseking gegen die Linkspartei: so langsam wird es spannend.