Archiv für Mai 2009

Neue Links

Willkommen bei Blogsport, SnoopyBoy! Außerdem neu in der Linkliste: das deutschsprachige BoyWiki, das Portal gegen Sexualstrafrecht und Grundrechtsabbau Seventeen6 und Gedichte und Geschichten bei The Alien. Außerdem endlich aktualisiert: der Link zur Peter-Schult-Gedächtnisseite auf archive.org.

Gieb die Hand mir

GIEB DIE HAND MIR

Gieb die Hand mir, laß sie liegen
in der meinen, wie ein Pfand
Stirn und Wange laß mich schmiegen
an die kleine, braune Hand.

Die, von kindischem Spiel noch glühend,
kaum die nächste Stunde denkt,
Und, vor Lust und Leben sprühend,
schon ein Menschenschicksal lenkt.

(Sagitta)

Er war schon lange nicht mehr hier. Wenn ich spazieren gehe, treffe ich ihn nicht mehr, das Glück hat mich verlassen. Nur neulich, da sah ich ihn und ging auf ihn zu, und er schaute mich an und grüßte mich. Wir sprachen kurz miteinander; es war kein Gespräch unter Freunden. Das letzte Mal, als er hier war, war das noch anders – was ist passiert? Der Reiz verflogen? Das Vertrauen?

…kaum die nächste Stunde denkt…

Ich weiß es nicht, habe keinen Einfluss darauf, kann nur hoffen, dass er wieder zu mir findet. Ich bin jedenfalls immer für ihn da.

Literaturseite

Schon länger habe ich mit dem Gedanken gespielt, hier eine Literaturseite über Knabenliebe einzurichten, ich habe es aber bisher nicht geschafft. Nun habe ich auf der neuen (und endlich empfehlenswerten) Seventeen6-Homepage eine solche Seite entdeckt mit schon 79 Einträgen. Leider ungeordnet, aber trotzdem eine tolle Sache!

Ist doch krank!

Ich musste mir schon einige Male an den Kopf werfen lassen, es sei doch „krank“ und „unnormal“, sich mit Kindern abzugeben. Merkwürdig ist es da doch, wie schnell das anders gesehen wird, wenn eine Organisation dahinter steht: in Berlin gibt es eine solche, die ehrenamtliche Freizeitkontakte, ja sogar Freundschaften zwischen Kindern und Erwachsenen vermittelt, und schon lobt das öffentlich-rechtliche Fernsehen eine Beziehung, die, wäre sie einfach so initiiert worden, sehr schnell Argwohn, Misstrauen und schlimme Befürchtungen auslösen würde: hier klicken (und Video angucken, rechts oben)!

Leben am Limit

Mich persönlich ärgern weniger die kläglichen und stümperhaften Zensurversuche, sondern viel mehr die eklige, wiederliche Propaganda gegen die Päden, die diese Natzifotze von sich gibt:

Der kindermordende Perverse, der sich zum Todeskampf und den Schmerzensschreien von Kleinkindern einen runter holt.

(„Pompeius“ im JuFo)

Auch wenn Frau von der Leyen keine „Natzifotze“ ist, sondern lediglich – und schlimm genug – eine Vertreterin der Herrschaft eines bürgerlich-demokratischen Rechtsstaats1, so ist es doch genau das, was mir bei der ganzen Sache ebenfalls am meisten auf den Magen schlägt. Das Zerrbild des Pädophilen als Monster ist immer noch so bestimmend, dass alle Welt dieser Frau ihre Märchen tatsächlich glaubt2. Zerfetzte Babys, die an der Decke hängend vergewaltigt werden, unterstützt von einer „Milliardenindustrie“, das verkauft von der Leyen als die Definition von „Kinderpornografie“, als die Gefahr, vor der die harmlosen Bürger geschützt werden müssten – schließlich bestehe die Möglichkeit, „angefixt“ zu werden! –, ungeachtet der Tatsache, dass die tatsächliche öffentliche Definition von Kinderpornografie sich bereits so sehr in den Bereich des Harmlosen verschoben hat, dass beispielsweise Autor und Verlag eines schwulen Entwicklungsromans („Murats Traum“, Männerschwarm Verlag) nach Anzeige eines Lesers Opfer einer völlig irren Kriminalisierungsaktion der Justizbehörden wurden, da diese davon ausgingen, dass eine Passage des Romans, in der zwei Männer Sex vor den Augen eines 12jährigen haben, nach §184b strafbar sei. Aber auch „Posing“-Bilder oder Aktfotos werden bereits als „kinderpornografisch“ betrachtet, ganz zu schweigen von der Ausweitung der Kriminalisierung auf die sog. Jugendpornografie inkl. der absurden Konstruktion von „Scheinjugendlichkeit“. Kindheit und Jugend sind im Bereich der Erotik und Sexualität ein knallharter Straftatbestand geworden.

Darüber wollte ich aber eigentlich gar nicht schreiben. In Zeiten wie diesen ist es wichtig, sich hin und wieder auf die schönen Dinge des Lebens zu konzentrieren und all die Idioten, Heuchler, (Pseudo-)Moralisten und Spießer mal außen vor zu lassen. Wenn man wie ich das Glück hat, zu einem großen Teil in einem Umfeld zu leben, das einen einfach akzeptiert wie man ist, dann kann man auch mal innehalten und dankbar dafür sein. Zudem ist vor einigen Monaten ein Junge in mein Leben getreten, der mich als seinen Freund betrachtet. Ich weiß nicht, wie lange das noch so sein wird, wie sich unsere Freundschaft noch entwickelt und was sie überhaupt für eine Bedeutung hat – Leute wie ich tendieren dazu, sowas ganz bekloppt zu überhöhen –, und das nervt, sehr, das macht mich teilweise ganz schön fertig, aber ich weiß, dass er mir schon ebenso viele glückliche Momente beschert wie er mich Nerven gekostet hat. Ein Junge eben. Oder nein: er eben. Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder, viel mehr bleibt mir nicht übrig.

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