Ist doch krank!

Ich musste mir schon einige Male an den Kopf werfen lassen, es sei doch „krank“ und „unnormal“, sich mit Kindern abzugeben. Merkwürdig ist es da doch, wie schnell das anders gesehen wird, wenn eine Organisation dahinter steht: in Berlin gibt es eine solche, die ehrenamtliche Freizeitkontakte, ja sogar Freundschaften zwischen Kindern und Erwachsenen vermittelt, und schon lobt das öffentlich-rechtliche Fernsehen eine Beziehung, die, wäre sie einfach so initiiert worden, sehr schnell Argwohn, Misstrauen und schlimme Befürchtungen auslösen würde: hier klicken (und Video angucken, rechts oben)!


5 Antworten auf “Ist doch krank!”


  1. 1 Admin 14. Mai 2009 um 14:23 Uhr

    Disclaimer: das hat selbstverständlich nicht unbedingt was mit Pädophilie zu tun, da will ich gar nicht drüber urteilen. Es kotzt mich aber einfach an, was für eine Doppelmoral in dieser Gesellschaft herrscht: sei mal einfach so mit einem Kind befreundet, kümmere dich also ehrenamtlich, aber ohne „Ehrenamt“, also ohne den Segen so eines Vereins um ein Kind, dann bist du ganz schnell der komische Kinderfreund, der Pädophile, der Perverse, der Kindermörder usw. von nebenan. Mach das gleiche als „big friend for a youngster“, und du bist der Held des Ehrenamts in der ARD. Das ist doch Wahnsinn!

  2. 2 SnoopyBoy 15. Mai 2009 um 20:19 Uhr

    Der Grund, warum Biffy keine Drohungen bekommt, ist klar:

    Biffy fördert gar keine Freundschaften mit Kindern!

    Wenn Biffy von „Big Friends for Youngsters“ redet, dann aus Gründen der PR. Der Begriff „Friends“ klingt cool, locker und lässig und soll Kinder, Väter, Mütter und Erwachsene begeistern. Der Begriff „Friends“ suggeriert Freundschaft, eine Beziehung, die auf Gleichrangigkeit, Gleichberechtigung, Konsens und Einvernehmlichkeit beruht. Mit „Friends“ im Sinne von Freundschaft hat Biffy aber NICHTS zu tun! Biffy fördert KEINE Freundschaften zwischen Kindern und Erwachsenen. Der Begriff „Friend“ steht für „Patenschaft“:

    http://www.biffy.de/index.php?id=125

    …und ist damit irreführend, weil FALSCH ÜBERSETZT: Korrekt müsste es heißen: „Big Sponsorship for Youngsters“

    Hinter der Idee der Patenschaft („Sponsorship“) steckt eine us-amerikanische, sozialpädagogische Idee: Die unbezahlte pädagogische Förderung der Kinder in ihren Interessen und Fähigkeiten im Sinne der Idee des Humankapitals! Diese Paten sind nichts weiter als ein unprofessioneller Ersatz für Sozialpädagogen, die die Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen entdecken sollen, dahingend, dass die Kinder diese Fähigkeiten zukünftig in der kapitalistischen Lohnarbeit verwerten sollen! Inwiefern das gut ist, oder nicht, sei dahingestellt. Fakt ist; Mit Freundschaft hat das alles NICHTS zu tun!

    Warum Biffy nicht angefeindet wird? Die Gesellschaft lässt sich nicht beirren, wie so einige Pädophile. Die Gesellschaft versteht „Friends“ tatsächlich als Patenschaft und nicht als Freundschaft. Patenschaften enthalten das von der Gesellschaft so beliebte Machtgefälle. Jede Beziehung mit einem Kind, in der der Erwachsene sagt, was das Kind zu lassen und zu tun hat, wird von der Gesellschaft nicht angefeindet, denn diese Beziehungen entsprechen der generationalen Ordnung.

    Erst wenn das Kind mit Macht ausgestattet wird bzw. wenn behauptet wird, zwischen Kindern und Erwachsenen gäbe es Gleichrangigkeit, Gleichberechtigung und Einvernehmlichkeit, erst DANN wird die „Einvernehmlichkeitslüge“ als Totschlagargument auspackt, um dann die Idee der Einvernehmlichkeit in Grund und Boden zu zerschmettern!

    Mache den Test!

    Frage bei Biffy, ob du Kumpel für einen 12jährigen Skater werden willst! Du willst mit ihm Party machen, skaten, Spaß haben und ein gute Zeit haben, wie Freundschaft sich halt begründet! Du wirst dann nicht als Pate zur Verfügung stehen! Du wärst nicht der erste Pädophile, der auf den Begriff „Friend“ hereinfällt und von Biffy abgelehnt wird!

  3. 3 Admin 15. Mai 2009 um 21:22 Uhr

    Du hast ja völlig Recht. Es besteht ein Unterschied zwischen „Freund sein“ und „sich kümmern“. Dennoch auch hier nochmal mein Einwand: die Art, wie in der Öffentlichkeit (!) diese Patenschaft gelebt wird, also mit gemeinsamen Unternehmungen, Gesprächen usw., das wirst du auch bei pädophilen Freundschaften finden. Daher trifft der Vorwurf der Doppelmoral, denn stell dir vor, jemand spricht dich darauf an, was du als Wildfremder da mit nem Kind machst, dann wirst du unterschiedliche Reaktionen erfahren, je nachdem, ob du „Wir sind Freunde“ oder „Ich mache das ehrenamtlich für die und die Organisation“ sagst – obwohl die Tätigkeit in beiden Fällen gerade die gleiche wäre.

    Und: es handelt sich bei diesen Patenschaften zwar um etwas, was nicht unter dem Vorzeichen „Freundschaft“ eingefädelt wird, aber daraus kann sich ja trotzdem eine solche entwickeln.

  4. 4 SnoopyBoy 16. Mai 2009 um 0:30 Uhr

    > die Art, wie in der Öffentlichkeit diese
    > Patenschaft gelebt wird, also mit gemeinsamen
    > Unternehmungen, Gesprächen usw., das wirst
    > du auch bei pädophilen Freundschaften finden.

    Eine Beziehung wird NIE dadurch katgorisiert, indem betrachtet wird, was getan wird, sondern durch …

    a) …die Funktionen der Mitglieder (Hierachie, Macht, Ordnung vs. Gleichberechtigung, Gleichrangigkeit, Einvernehmlichkeit)

    b) …die Werte, auf die die Beziehung baut (Treue, Loyalität, Vertrauen, Geborgenheit vs. Flexiblität, Freiheit, Offenheit)

    c) ..die Ziele, die die Mitglieder verfolgen (Erziehung, Bildung, Förderung vs. Spaß, Unterhaltung, Konsum)

    Einen „Ausflug machen“ kann hierachisch vom Vater oder vom Paten verordnet werden, wenn z.B. Vater und Pate glauben, so das Kind zu ERZIEHEN, wenn Vater oder Pate glauben, dass das Kind daher GEFÖRDERT wird. DAS ist das Ziel von Biffy, dass die Kinder vom Paten ERZOGEN werden, auch wenn sie von BEGLEITEN reden!

    In der Freundschaft wird aber nicht erzogen, der Ausflug ist in der Freundschaft Teil der Gestaltung der Freundschaft, um sich kennenzulernen, wenn man am Anfang der Freundschaft steht, um Spaß zu haben, um zu saufen und ggf. um zu ficken, wenn beide es so wollen! Da wird nie erzogen, begleitet und wenn geredet wird, so gleichberechtigt und einvernehmlich. :-)

    Es gibt aber viele Pädophile, die sich in der Rolle des Mentors, des Patens oder als Vaterersatz wiederfinden, wenn sie ihre Beziehungen zum Jungen aufbauen. Inwiefern diese Beziehungen dann noch „pädophil“ im Sinne des Konzepts „philia“ [Freundschaftsliebe] genannt werden können oder ob das, was Pädophile tun, nicht doch nur faule Kompromisse sind, die man in totalitären generationalen Ordnungen sich macht, um irgendwie Kontakt mit Jungs zu haben, ist fraglich; Sind ECHTE pädophile Freundschaften, gleichrangige, einvernehmliche Freundschaften heute überhaupt noch möglich?

    Ich frage mich: Wenn Pädophile sich mit Patenschaften für Jungs zufrieden geben können, warum regen sich dann Pädophile und Kinderschützer auf? Dann können Pädophile ihre Beziehungen zu Jungs zu Patenschaften in der Nachbarschaft umfunktionieren und, ganz ehrlich, genau DAS tun Pädophile auch! Die meisten „BFs“ sind nichts weiter als Patenkinder in der Nachbarschaft, in der Regel keine ECHTEN Freunde, da der Pädo sich häufig in der Rolle des Ersatzpapas für Alleinerziehende begiebt. Daher fallen viele Pädophile gar nicht als Pädophile auf, sondern als „Ersatzvater“, „Nachbar“ oder „Pate“.

    > jemand spricht dich darauf an, was du
    > als Wildfremder da mit nem Kind machst,
    > dann wirst du unterschiedliche Reaktionen
    > erfahren, je nachdem, ob du „Wir sind Freunde“
    > oder „Ich mache das ehrenamtlich für die und die
    > Organisation“ sagst – obwohl die Tätigkeit in
    > beiden Fällen gerade die gleiche wäre.

    Die Tätigkeiten sind eben NICHT die Gleichen, nur scheinbar! Die Tätigkeiten sind in der Freundschaft Selbstzweck und das Resultat von Einvernehmlichkeit, während die Tätigkeiten in der Patenschaft und in der Vaterschaft mit dem Zweck verbunden sind, dass der Junge dadurch ERZOGEN oder GEFÖRDERT wird! Das hat zur Folge, dass die Ausflüge auch jeweils ANDERS gestaltet werden! Ausflug ist nicht Ausflug!

    > es handelt sich bei diesen Patenschaften
    > zwar um etwas, was nicht unter dem Vorzeichen
    > „Freundschaft“ eingefädelt wird,
    > aber daraus kann sich ja trotzdem
    > eine solche entwickeln.

    Im Übrigen glaube ich nicht daran, dass sich ECHTE Freundschaften entwickeln, wenn die Beziehung durch eine Organisation funktional determiniert und daher beherrscht wird! Das würde nur gehen, wenn man die Ziele von Biffy missachtet und z.B. mit dem Jungen einvernehmlich Dinge tut, die nicht mehr seiner Förderung im pädagogischen Sinn dienen, sondern nur ein nur Spaß machen und der Freundschaft dienen, wie z.B. lange aufbleiben oder ficken. :-) Dann ist die Frage, wie Biffy reagiert!

  5. 5 SnoopyBoy 16. Mai 2009 um 0:42 Uhr

    Wenn es eine Organisation geben würde, die WIRKLICH Freundschaftsbeziehungen zu Kindern fördern würde, die auf Gleichberechtigung, Gleichrangigkeit und Einvernehmlichkeit sich berufen, DANN wäre die Organisation auch in der Gefahr, bedroht zu werden!

    Es gibt ja solche Organisationen, wie z.B. KRÄTZÄ in Berlin, die eine Gleichberechtigung ohne Altersgrenzen aufbauen möchte. Die Jugendlichen werden dort angefeindet, als „linke Chaoten“ u.s.w..
    Zum Thema Sex äußert sich Krätzä nicht, aus Angst!

    Die Jugendselbsthilfe in Nürnberg fordert Kinderrechte, mit dem Zweck, Gleichberechtigung zwischen Kindern und Erwachsenen zu fordern. Ohne das Thema Sex zu betonen, werden die Leute dort als „pädophil“ und als „Kinderficker“ beschimpft.

    Fazit: Du bekommst immer dann Ärger, wenn du Kinder als gleichberechtigte Subjekte betrachtest, mit denen man sich befreunden kann und nicht mehr als Objekte der Erziehung und der Förderung! Dabei spielt es keine Rolle, ob du Einzelperson oder Organisation bist!

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