Gieb die Hand mir

GIEB DIE HAND MIR

Gieb die Hand mir, laß sie liegen
in der meinen, wie ein Pfand
Stirn und Wange laß mich schmiegen
an die kleine, braune Hand.

Die, von kindischem Spiel noch glühend,
kaum die nächste Stunde denkt,
Und, vor Lust und Leben sprühend,
schon ein Menschenschicksal lenkt.

(Sagitta)

Er war schon lange nicht mehr hier. Wenn ich spazieren gehe, treffe ich ihn nicht mehr, das Glück hat mich verlassen. Nur neulich, da sah ich ihn und ging auf ihn zu, und er schaute mich an und grüßte mich. Wir sprachen kurz miteinander; es war kein Gespräch unter Freunden. Das letzte Mal, als er hier war, war das noch anders – was ist passiert? Der Reiz verflogen? Das Vertrauen?

…kaum die nächste Stunde denkt…

Ich weiß es nicht, habe keinen Einfluss darauf, kann nur hoffen, dass er wieder zu mir findet. Ich bin jedenfalls immer für ihn da.


5 Antworten auf “Gieb die Hand mir”


  1. 1 Admin 21. Mai 2009 um 18:09 Uhr

    Schmalzige Blogeinträge schreiben hilft offenbar: heute haben wir uns unverhofft wiedergesehen, und es war wie früher. :)

  2. 2 schneck 22. Mai 2009 um 20:41 Uhr

    =)

  3. 3 Kembo 25. Mai 2009 um 18:37 Uhr

    Ich mache gerade genau das gleiche durch…

  4. 4 schmalzstulle 31. Mai 2009 um 23:38 Uhr

    „Gib“ schreibt man ohne e, Orthopädo.

  5. 5 sagitta46 03. Juni 2009 um 9:48 Uhr

    @schmalzstulle:
    1913 war es wohl ganz in Ordnung ‚Gieb‘ zu schreiben oder das war künstlerische Freiheit.

    Besorg dir mal einen Duden von 1913 und die ‚Buecher der namenlosen Liebe‘ und erstatte uns dann Bericht.

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