Der Fall Michael Jackson

„Wenn sich die Beziehung zu dem kleinen Jungen so intensiviert, warum greift niemand ein…?“ – Die Dokumentation „Michael Jackson – Die ganze Wahrheit“ zeichnet den gesellschaftlichen Fall Michael Jacksons nach: für seine Liebe zu Jungen wird er von Journalisten, Staatsanwälten und Journalisten so lange verfolgt, bis er am Ende ist. Bemerkenswert die Aussage von dem prominentesten dieser Leute, Victor Gutierrez, der auch damals die Tagebücher von Jacksons bekanntestem Jungen Jordan Chandler gelesen und veröffentlicht hat und u.a. darüber wohl zur Vernunft gekommen ist: „Ich lese das Protokoll vom Oscar-Wilde-Prozess [wegen dessen] homosexuellen Freundes Bosi. Wilde wollte nur rund um die Uhr mit Bosi zusammen sein. Das gleiche empfand wohl Michael Jackson in seiner Liebesgeschichte zwischen ihm und dem 13-jährigen Jungen. Vielleicht haben wir ja in 50 oder 100 Jahren ein schlechtes Gewissen, Jackson dafür verfolgt zu haben…“ Sie können gerne jetzt schon damit anfangen.


4 Antworten auf “Der Fall Michael Jackson”


  1. 1 Admin 28. Juni 2009 um 23:06 Uhr

    Die Liebesgeschichte zwischen Michael Jackson und Jordan Chandler ist übrigens geradezu ein Paradebeispiel für die sekundären Schäden, die sowohl Mann als auch Junge nach einer solchen Beziehung durch die brutale, homophobe, „kinderschützende“ Umwelt erleiden können. Die letzten Absätze des zweiten taz-Artikels machen das mehr als deutlich: Jordan, der die Zeit mit Michael Jackson nach eigener Aussage sehr genossen hat, da er Jacksons Verliebtheit in ihn erwiderte, ist in Folge dessen von seinem eigenen Vater einem perfiden Psychoterror ausgesetzt und als Mittel für dessen persönlichen Erfolg missbraucht worden. Das hat ihn so sehr traumatisiert, dass er sich heutzutage übergeben muss, wenn er Michael Jackson im Fernsehen sieht…

    Was soll einem dazu eigentlich noch einfallen?

  2. 2 mignon 03. Juli 2009 um 20:14 Uhr

    umso verwunderlicher finde ich, dass manche BLs auf Basis der psychiatrischen Aussage von Jordy Chandler (http://web.archive.org/web/20050427174719/http://www.atgbook.net/jordie.html) zu der Einschätzung kommen, dass das Geschehene „eindeutig“ Missbrauch und keine Einvernehmtlichkeit sei.

    Mich wundert diese eindeutige Einschätzung. Woran macht BL das fest? Wie definiert BL „Einvernehmlichkeit“? Finden sich doch in denselben dokumentierten Aussagen von Jordie auch die klaren Betonungen, dass Jackson von ihm geäußerte Grenzen akzeptierte, also z.B. nach einer Äußerung dass er kein Zungenküssen mag, dies nicht einmal erneut versuchte. Was sich auch deutlich finden lässt, sind Beschreibungen, dass Jackson der Initiator war. Aber auch Aussagen, die klar belegen, dass Jordie dass Wichsen genossen hat (wenn er auch auf direkte Nachfragen nach Phantasien dabei und nach eigenem Wichsen als Junge in der Folgezeit ausweichend-beschämt antwortete „vielleicht 6 mal und dann nie wieder“).

    Wenn ich mal an Beziehungen zurückdenke, die ich mit dem weiblichen Geschlecht hatte, dann war es immer so, dass mal der eine, mal die andere die Initiative hatte (meist natürlich eher der erfahrenere Partner). Und häufig war man sich nicht ganz sicher bei der Sache „ist das jetzt richtig, was hier läuft?“, obwohl man es auch genossen hat. Und dann hat z.T. auch das soziale Umfeld, welches das ganze sehr positiv bewertet hat (und z.B. auf erste sexuelle Erfahrungen bewundernd reagiert hat), mit zu dem eigenen Vertrauen udn Stolz beigetragen, dass alles richtig war und gut.

    Natürlich waren Anwandlungen Jacksons wie das In-Tränen-Ausbrechen (was ja auch deutlichen Druck bewirkt) nicht gerade sauber, aber ich kann verstehen, dass ein Heftig-verliebter und mit solchen Gefühlen Unerfahrener und eine solche Beziehung nicht offen leben Könnender (und damit fehlende Einwirkungen und Ausgleichungen von Dritten) so reagiert. Und letztlich hat es ja weder dazu geführt, dass sich Jordie beim nächsten Mal, als ihm etwas eindeutig unangenehm war (Zunge im Ohr und Hand am Arsch), nicht traute, dies zu sagen, noch dazu, dass Jackson die Dinge, welche Jordie nicht wollte und worauf Jackson mit Heulen reagierte, nochmal wiederholt hätte.

    Also Hauptaussage von mir: Es war sicher nicht das perfekte Beispiel für das Mysterium namens „Einvernehmlichkeit“, aber deine so „eindeutige“ Aussage, dass es „Missbrauch“ und damit „keine Einvernehmlichkeit“ gewesen sein soll, verwundert mich doch sehr.

    Dies wäre ein idealer Anlass, um mal darüber zu diskutieren, was denn das eigentlich sein soll: Einvernehmlichkeit.
    Und wie realistisch solche Definitionen angesichts realer sexueller Beziehungen von BLs zu Jungs sind (ich habe da schon vielen BLs Berichte gehört, möchte das jetzt nicht näher vertiefen, aber eindeutige Initiative des Jungen ist – vor allem bei jüngeren Jungs – doch eher sehr, sehr selten --- aber je nach Ansicht auch keine zwingende Voraussetzung für „Einvernehmlichkeit“, bei Erwachsenen ja schließlich auch nicht).

  3. 3 Art 04. Juli 2009 um 19:57 Uhr

    How about we talk about the eight year old boy who was selling himself on the street of Los Angles when Michael Jackson took him in. There is a boy who also fit the „profile of attraction“ In case your wondering he was in the original video of WE are the World. He was a boy who would have been happy to do anything for Michael but he got turned down when he asked.

    Then there was another boy who happily told me he was staying with Michael and had me chat with him. He was with Michael when he got his MTV achievement award. When this boys father died 3000 miles from the Neverland Ranch Michael flew him to the funeral that his staff arranged. He also fit the „profile“ and Michael never touched him. He also told me that Jordan Chandler was always begging for Michael to buy things for him and his mother and that was before there was any publicity on that subject.

    Finally an unknown fact that Michael was asked to join an online Boylove site and he refused because „It accepts sex with children and I don‘t“

    A Tabloid Monster maybe but a sensitive and caring person who helped hundreds like Ryan White is no longer with us. Those who persist in throwing dirt on him for profit I hope you rot from your avaricious.

  1. 1 Tod eines Monsters « h i d s Pingback am 28. Juni 2009 um 22:33 Uhr
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