Status, Gefühl und Denunziation

Aus verschiedenen Gründen ist auf diesem Blog seit über einem Monat nichts mehr passiert. Das wird sich vermutlich auch in Zukunft so schnell nicht ändern, außer, es passiert irgendwas Besonderes, bei dem es mir in den Fingern juckt. Ich habe aber auch irgendwie das Gefühl, dass inhaltlich alles gesagt ist bzw. ich habe zur Zeit nicht mehr das Bedürfnis, die Inhalte noch weiter zu vertiefen. Wie es auf der (mittlerweile mal wieder überarbeiteten) Info-Seite heißt, spiegelt dieses Blog auch meine persönliche Entwicklung wider, und da ist es mittlerweile so, dass mein Selbstbild als Mensch mit einer päderastischen Neigung einen Status erreicht hat, der einen theoretischen Diskurs darüber in der Öffentlichkeit nicht mehr aus mir selbst heraus notwendig erscheinen lässt. Sprich: ich bin mit mir im Reinen.

Dieses Jahr habe ich einiges erlebt. Eine Hoffnung, die auf meine aktuelle „große Liebe“, die hat sich nicht erfüllt, und gerade jetzt, wenn der Herbst es wieder sehr verlockend macht, sich der Melancholie hinzugeben, merke ich, dass mich das doch sehr traurig macht. Gestern habe ich IHN mal wieder gesehen, aber nur von meinem Fenster aus, was mittlerweile eine Seltenheit ist: gut so, denn es tut einfach zu sehr weh. Er ist wie der Herbst: bunt, lebendig, aber es schwingt immer eine Melancholie mit, er ist ein sehr weicher Junge, vermutlich auch ein bisschen ein Außenseiter, ein Träumer, aber ich gebe zu, ich kenne ihn zu wenig, um das wirklich beurteilen zu können. Er wirkt perfekt auf mich, nach wie vor. Ich sollte aufhören, an ihn zu denken.

Das wiederum fiel mir noch vor einigen Wochen leichter, da ich durch andere Jungs in meinem Leben von ihm abgelenkt war. Das war nicht die große Liebe, aber es war cool, endete leider jedoch ziemlich bitter; entweder habe ich versagt oder es war einfach nicht möglich, eine echte Freundschaft aufzubauen. Manche Menschen sind eben einfach nicht zu retten, vielleicht muss ich das akzeptieren.

Was nicht zu akzeptieren ist, das ist, wenn Menschen, die es einfach nicht besser wissen und auch nicht besser wissen wollen, gegen andere Menschen hetzen, sie denunzieren, ihnen versuchen zu schaden. Ein aktuelles Opfer derartiger Bemühungen ist das Forum boytopia.tv, ein völlig harmloses Forum mit ca. 30 aktiven Mitgliedern, das sich, als ich dort noch Zugang hatte, insbesondere durch die üblichen Klamauk-Threads und gelegentliche Diskussionen z.B. über das Schutzalter (von den meisten Mitgliedern für gut und richtig befunden) o.ä. auszeichnete. Auch gab es eine sehr gute Galerie mit überwiegend künstlerisch wertvollen Fotos bekleideter Jungen. Die mit Behörden zusammen arbeitende Privatfirma „jugendschutz.net“, die zur Zeit offenbar eine „Recherche“ über die „Boy- und Girllover-Szene“ durchführt (so angekündigt im Jahresbericht 2008), hält dieses Forum nun für gefährlich für die öffentliche Moral und will es schließen lassen. Auch Blogsport scheint ins Visier dieser Leute gekommen zu sein (ohne allerdings mich persönlich zu kontaktieren, das hätte vielleicht einige Missverständnisse ausräumen können), daher stelle ich hiermit – falls es nicht durch die übrigen Inhalte schon deutlich genug geworden ist – an dieser Stelle unmissverständlich klar:

Auf diesem Weblog geht es um eine sachliche und individuelle Auseinandersetzung mit der Thematik Pädophilie/Päderastie. Das im Grundgesetz garantierte Recht auf Meinungsfreiheit ist dabei die Grundlage für theoretische Äußerungen, die sich auf Freundschaften, Beziehungen und sexuelle Kontakte zwischen Erwachsenen und Kindern und Jugendlichen beziehen. Es ist völlig unmöglich, in der bloßen theoretischen Auseinandersetzung mit der Thematik gegen Gesetze oder auch gegen die sog. guten Sitten zu verstoßen. Denk- und Redeverbote in dieser Hinsicht schaden dem Kinder- und Jugendschutz, weil es ohne einen Austausch unter Pädophilen, ohne ein Ventil nach außen hin, zur persönlichen Isolation kommen kann, die das Entstehen psychischer Krankheiten, welche zu Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung führen können, begünstigt. Eine theoretische Auseinandersetzung über einen Gegenstand nur wegen der Beschaffenheit dieses Gegenstands für sittenwidrig zu erklären und den Austausch zwischen davon Betroffenen zu unterbinden, ist ein intellektuelles Armutszeugnis und widerspricht zivilisatorischen Mindeststandards. Kein einziger Beitrag auf diesem Weblog ist pornographisch. Sexuelle Gewalt und Zwang gegen Kinder und alle anderen Menschen, sowohl in psychischer als auch in physischer Form, verurteile ich aufs Schärfste. Auch habe ich noch nie dazu aufgerufen, gegen geltendes Recht zu verstoßen und werde das auch in Zukunft nicht tun.

Das war’s fürs Erste. Bis demnächst!


3 Antworten auf “Status, Gefühl und Denunziation”


  1. 1 K13online-Dieter.Gieseking 19. September 2009 um 19:03 Uhr

    Ein Anlass für ein News bei K13online – Kritik an Jugendschutz.net ist erneut angebracht.

    Gruß Dieter-K13

  2. 2 TheAlien 20. September 2009 um 8:38 Uhr

    Ich warte schon darauf, dass npage sich bei mir meldet weil irgendein KiSchü sich über meine HP beschwert…

    Es war schon immer die Strategie von Fanatikern, ihre Gegner mundtot zu machen. Für Fanatiker gibt es nur eine „wahre“ Anschauung: Ihre eigene…

    Wir lassen uns nicht unter kriegen!

    Grüße vom Ausserirdischen

  1. 1 Zensursula meets blogsport.de | gigi's sandbox and blog-to-be Pingback am 18. September 2009 um 22:07 Uhr
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