Archiv für Februar 2011

Dietrich W. und die hässliche taz

Seitdem bekannt geworden ist, dass es nicht nur in der katholischen Kirche, sondern auch in der linken Bewegung sexuellen Kindesmissbrauch gegeben hat und dessen Fürsprecher sogar eine Zeit lang die linke „tageszeitung“ für ihre Zwecke nutzen konnten, arbeitet eben jene Zeitung – heute eine Art Zentralorgan der grünen Partei und genau wie sie sehr bürgerlich geworden – mit Artikeln ihre Vergangenheit auf. Dabei kommt es mitunter zu interessante Diskussionen auf dem Blog der Redaktion – jedenfalls solange wie diese nicht sinnloserweise von der Moderation abgebrochen werden. Deutlich wird dabei, dass eine sachliche Diskussion über das Thema in einem gewissen Rahmen möglich, aber in den bürgerlichen Medien nicht erwünscht ist.

Aktuell arbeitet sich die taz unter der Überschrift „Die hässliche Seite des netten Didi“ am Fall „Dietrich W.“ ab (auch im Hausblog der taz – mit anderen Kommentaren). Dieser war Mitgründer der Zeitung, Lehrer an der Odenwaldschule und laut taz bei Kollegen und Schülern sehr beliebt. Wie also sieht sie aus, diese „hässliche Seite“? So:

Erst necken sich die Schüler und der junge Mann nur. Dann beginnen sie zu raufen. Am liebsten balgt sich Dietrich W. mit Jörg (Name geändert). Der gespielte Kampf geht in Umarmungen und Berührungen über, die an die eines Liebespaars erinnern. W. fährt dem Jungen immer wieder zwischen die Beine, sie umschlingen sich. Irgendwann liegen sich die beiden erschöpft in den Armen.

Die Frau, die heute von dieser Szene erzählt, war vor vierzig Jahren selbst Schülerin der Odenwaldschule Ober-Hambach, jenes hessischen Landerziehungsheims, das lange als Modellschule für alternatives Lernen galt. Dietrich W. war auch ihr Lehrer.

Didi, wie ihn seine Schüler nannten, mochte die Jungen. Und die Jungen ihn. „Didi war immer von Knaben umgeben“, sagt die ehemalige Schülerin.

Spielerisches, sexuell aufgeladenes Raufen, beiderseits erwünschte Kontakte zwischen dem Mann und den Jungen. Besonders hässlich erscheint diese Beschreibung nicht. Mal sehen, was da noch kommt:

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