Notizen

Kommune

Auf KiKa gelaufen: eine Doku über Leben in einer Kommune, also nicht in einer Kleinfamilie, sondern zusammen mit 80 Leuten, z.B. auf einem Hof. Darin der 12jährige Jakob über seinen 24jährigen Freund David: „Ich versteh mich einfach mit David sehr gut und rede mit ihm. Wir ham so ziemlich die gleichen Interessen. Gehn beide sehr gerne auf Demos. Ähm sind beide so ziemlich gleich politisch interessiert. Er ist auch so einer wo ich manchmal mich mehr traue über irgendwelche Probleme die ich hab zu sprechen als mit meinen Eltern oder mit meinen Freunden. Das finde ich dann auch ganz wichtig und deswegen so einen 24-jährigen Freund so als Kind, sollte man schon haben.“ (Quelle)

Selbstimmunisierung

Es kann nicht sein, was nicht sein darf – in Sachen „Kinderschutz“ gilt diese Formel immer noch. Anhand der Rezeption eines Erfahrungsberichts über sexuelle Kindheitserfahrungen mit Männern in der Zeitung „Die Welt“ zeigt sich das ganze Elend der hermetischen Abriegelung des eigenen Denkens gegenüber verpönten Ansichten: Plötzlich zählt auch für sog. Kinderschützer nicht mehr die eigene und richtige Forderung danach, dem Kind immer zu glauben. Denn der Junge (bzw. der heutige Mann) wird aufgrund seiner Erfahrungen im Vorhinein als unglaubwürdig, geisteskrank, böse definiert. Zur genauen Analyse hier klicken

Die Angst vor sich selbst?

Auf taz.de ist ein Artikel über einen Pädophilen erschienen, der Angst vor sich selbst hat: „Eigentlich schließt Tobias aus, dass er auf ein Kind losgeht. (sic!) Doch wird er sich immer unter Kontrolle haben?“ Dabei suggeriert der Artikel, dass das ein typisches Pädophilenproblem sei. Das ist es natürlich nicht – dieser Quatsch kommt in allen Sexualitäten vor, sobald man für sich bewusst entschieden hat, dem eigenen Verstand nicht mehr zu trauen – aus mangelndem Selbstvertrauen oder Ideologie heraus. Zwei gute Kommentare dazu dokumentiere ich hier, damit sie bei evtl. Löschung nicht verloren gehen:

Pädophilenbefragung (Studie)

Auf eine interessante wissenschaftliche Umfrage/Studie zum Thema „Pädophile Identität“ wird hier hingewiesen (inkl. Link zu den sehr differenzierten Umfrageergebnissen).

Antworten

Lesenswert: gute Antworten auf typische kritische Fragen die Pädophilie betreffend.

Martin N.

Der aktuell in den Medien viel diskutierte Fall des pädophilen Serienmörders Martin N. macht wütend, traurig und sprachlos: über die Grausamkeit des Täters und seine Taten ebenso wie über die Infamie der Medien, die einmal mehr einen Einzelfall dafür nutzen, zur Jagd auf Pädophile zu blasen. Die Admins des Päderastenforums jungsforum.net haben dazu eine lesenswerte Stellungnahme veröffentlicht.

So kann’s gehen!

Ich wusste das ich ihm vertrauen konnte und er mir nie weh tun würde, was auch so war. Ich wusste zwar das dies irgendwie verboten war, aber für mich selbst war es einfach in Ordnung.

(Erfahrungsbericht eines Jungen aus einem Thread über Pädophilie in einem Online-Forum für schwule Jungs)

Mark Norlik: Kein Pardon für solche Liebe

Auf itp-arcados.net sind Inhaltsverzeichnis und Einführungskapitel eines Buches erschienen, das möglicherweise das Zeug dazu hat, ein neues Standardwerk zum Thema Pädophilie zu werden: Mark Norlik: Kein Pardon für solche Liebe.

Immer alles das Gleiche

Dass in der medialen Berichterstattung zum Thema Kindesmissbrauch alles mögliche zusammengeworfen wird, was nicht zwangsläufig zusammengehört – Pädophilie, Sadismus, sexuelle Handlungen usw. – ist nicht neu. Auf ein besonders infames Beispiel sei hier exemplarisch kurz hingewiesen: SpOn berichtet unter der Überschrift „Missbrauch im Kloster Ettal: Pater stellte Fotos halbnackter Schüler ins Web“ vor allem über körperliche Misshandlungen sadistischer Natur und nur in einem kleinen Absatz über die in der Überschrift genannten Fotos, die der betreffende Pater „auf Homosexuellen-Plattformen“ hochgeladen habe. Journalismus heißt bei SpOn also offenbar, körperliche Züchtigungen, Vergewaltigungen, Streicheln, das Hochladen nicht-pornographischer Fotos usw. als „Missbrauch“ in eins zu setzen und dabei nebenbei noch eine homophobe Breitseite abzufeuern. Und die Leute kaufen es ihnen ab.

Elternteil entdeckt, dass Kinder Menschen sind

Zugleich wurde ich von heftiger Scham erfasst: Ich hatte das Tagebuch meines Kindes geöffnet und das einer jungen Frau geschlossen. Das war der Moment, in dem ich feststellte, dass ich es nicht mehr mit einem abhängigen Anhängsel meiner selbst, sondern (fast) schon mit einem richtigen Menschen zu tun hatte, mit dem kompletten Anspruch auf Respektierung seiner persönlichen Integrität. Einen Moment lang blieb ich noch sitzen, gerührt, stolz und traurig zu je etwa gleichen Teilen. Ich bin ruhiger seitdem.

Die Worte eines gemeingefährlichen Pädophilen? Nein: es ist ZEIT-Magazin-“Erziehungsexperte“ Jörg Lau, der in der Ausgabe vom 25.02.2010 ernsthaft kundtut, dass seine 12jährige Tochter für ihn so langsam von einem „abhängigen Anhängsel“ zu einem „richtigen Menschen“ wird. Eine Erkenntnis, für die dieser Kretin erst ihr Tagebuch lesen muss, denn seine Tochter einfach so ernstzunehmen, dafür ist er zu blöd. Warum nochmal darf eigentlich jeder Idiot Kinder haben?