Archiv der Kategorie 'Persönliches'

Angstfrei und selbstbestimmt? Gedanken zu Manipulation und Kinderschutz

Dass Kinder unmündige Wesen sind, die man vor allerlei Bösem, z.B. der Sexualität, schützen muss; dass sie nicht in der Lage sind, eigene Entscheidungen zu treffen, außerdem extrem beeinflussbar und leicht zu manipulieren, darüber herrscht bei sog. Kinderschützern bekanntermaßen Konsens. Dass sie trotzdem schon in der Grundschule das selbstbestimmte Lernen ausüben sollen; dass es ein Gesetz gibt, das ihnen unter der Überschrift „Schutz der sexuellen Selbstbestimmung“ Sexualität mit anderen verbietet: auch das ist bekannt. Der Widerspruch stört dabei nicht. Kinder sollen angstfrei und selbstbestimmt aufwachsen, damit sie irgendwann einmal selbst bestimmen, mündige Bürger einer funktionierenden Demokratie sein zu wollen.

Insbesondere die Vorgabe, Kinder auf dem Feld der Sexualität in Ruhe zu lassen, damit sie ja nicht manipuliert werden in ihrer sexuellen Selbstbestimmung, gilt als heilig. Sexualität könnte ihnen, wie allen anderen Menschen auch, Angst machen, sie verstören oder überfordern, und das ist – da sind wir uns alle einig – schlecht. Manipulation, die, im Falle der Sexualität, darauf hinausläuft, dass Menschen Dinge tun, die ihre subjektiven körperlichen und psychischen Grenzen überschreiten, ist abzulehnen. Aber auch diejenige Manipulation, die durch andere Faktoren, z.B. die plötzliche Stigmatisierung eigentlich als schön empfundener Dinge, negative Gefühle wie Angst, Ekel, Scham, hervorruft, ist Mist. Eine Frage stellt sich aber erstmal: Sind Kinder wirklich so leicht zu manipulieren?

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Schon wieder Sommer

Nun ist es also Sommer, ein halbes Jahr ist vergangen seit dem letzten International Boylove Day. Zeit für den nächsten und Zeit für einen kurzen Rückblick, Zeit, innezuhalten und zu gucken, was die vergangenen Monate so gebracht haben. Leider habe ich da aber zur Zeit gar keine Lust zu, ich hänge ziemlich in den Seilen, vor allem aus dem Grund, dass die Freundschaft zu einem Jungen, die ich über die letzten Monate versucht habe aufzubauen, gerade am Abkühlen ist, bedingt durch verschiedene Ängste aller Beteiligten. „Boylove“ ist eben kein Zuckerschlecken; aber was ist das schon.

Trotzdem, die Sonne scheint, der Tag ist noch jung, vielleicht passiert ja noch etwas schönes heute, vielleicht etwas so schönes wie in einer Geschichte, die ich vor einiger Zeit geschrieben habe und hier nun zur Feier des Tages das erste Mal veröffentliche. Ich wünsche es jedenfalls allen, die diese Zeilen wohlwollend lesen: macht was aus dem Sommer.

„Hallo, wie geht’s dir?!“

Es läuft zwar zur Zeit so einiges nicht ganz rund, aber schönes passiert dann doch: mehr oder weniger zufällig einen kleinen Kumpel, den ich lange nicht mehr gesehen hatte, getroffen, Wiedersehensfreude erlebt, eine Stunde Zeit verbracht, seine Aussage, dass es schade sei, dass man sich so lange nicht gesehen hat, runtergehen lassen wie Öl und eine Verabredung für nächste Woche abgemacht. :)

So ist das II

„Bist du Mann oder Kind?“, fragt mich ein 6jähriger; schließlich könne ich kein Mann sein, ich habe ja weder Frau noch Kind und spiele außerdem mit fremden Kindern. Es fällt ihm sichtlich schwer zu glauben, dass es auch Männer gibt, die keine Frauen haben.

So ist das

So ist diese Welt: „Schämst du dich nicht, mit kleinen Kindern zu spielen?“, sagt der Kleine zu mir. Sollte ich? Die Trennung zwischen den Welten bereits so früh vollzogen, es ist ein Jammer. Trotzdem ein schöner Nachmittag. „Kommst du morgen wieder raus?“ :)

Ein unverhofftes Wiedersehen

Es geschehen noch Zeichen und Wunder – wenigstens Ansätze davon. Heute bin ich, das gute Wetter ausnutzend, zwei Stunden durch die Stadt, in der ich aufgewachsen bin und in der ich vor einem Jahr einen wunderbaren 13jährigen Jungen über mehrere Wochen kennen lernen durfte (freilich ohne dass daraus etwas engeres geworden wäre, zumal ich dann die Stadt wieder verlassen musste), spazieren gegangen, in der Hoffnung, vielleicht die eine oder andere nette Begegnung zu haben. Ich stand allerdings schnell kurz vor der Resignation, da Jungen an einem sonnigen Sonntagnachmittag mittlerweile offenbar besseres zu tun haben als draußen zu spielen.

Kurz nachdem ich diese Feststellung getroffen hatte, bemerkte ich zwei Figuren, die eine größer, die andere kleiner, etwa 200 m vor mir an einem Bach stehen, mit einer Angel in der Hand. Ein Junge mit seinem Vater? Nein, es waren zwei Jungen! Als ich näher kam, begann mein Herz schneller zu pochen – der größere der beiden sah meinem Liebling von vor einem Jahr sehr ähnlich, aber sicher war ich mir nicht. Er schielte auch zu mir herüber, aber ich traute mich nicht, ihn anzusprechen und ging erstmal weiter. Nachdem ich mehrere Male stehen geblieben war, um meine Schüchternheit zu verfluchen, ging ich dann doch zurück und hatte Glück: die beiden hatten das Angeln beendet und kamen mir entgegen. Er war es tatsächlich, und ich fasste mir ein Herz und lächelte ihn direkt an. Er erkannte mich, meinte: „Oh, doch!“ und kannte auch noch meinen Namen! Mittlerweile musste er fast 15 sein, aber immer noch kaum im Stimmbruch und sehr süß. Ich fragte ihn, wie es ihm gehe, wie es in der Schule laufe und so, und er gab mir bereitwillig Auskunft und unterließ es dabei auch nicht, ordentlich über seine Schule abzulästern – total niedlich. Irgendwie war er sogar schüchterner als ich, jedenfalls versuchte er die ganze Zeit, seinen Fuß in den Boden zu drehen. Er erzählte mir, dass er sogar schon eine Ausbildungsstelle in Aussicht hat, was mich natürlich sehr freute. Ich wollte dann noch von mir erzählen, aber so weit ging die Sympathie dann wohl doch nicht, jedenfalls verabschiedete er sich dann und ließ mich mit pochendem Herzen zurück. Ich hatte tatsächlich den Jungen getroffen, wegen dem ich – das musste ich mir dann eingestehen – eigentlich diesen ganzen langen Spaziergang unternommen hatte! Und ich hab mich auch noch, wenn auch erst im zweiten Anlauf, getraut, mit ihm zu reden, und das Gespräch lief auch noch gut. Nicht perfekt, aber gut. Später sah ich dann noch ein paar Jungen kurz beim Fußballspielen zu, und jetzt sitze ich hier und fühle mich endlich wieder einigermaßen zufrieden.

Warum erzähle ich das hier eigentlich? Vielleicht, um deutlich zu machen, was für Kleinigkeiten ein „päderastisches Herz“ (so eine pathetische Scheiße, hehe) so erfreuen können? Ich weiß es nicht. Jedenfalls krieg ich das Grinsen gerade nicht weg. Der Frühling kann kommen! :)

Worum geht’s hier eigentlich? – ein paar Grundüberlegungen zum pädophilen Begehren

In den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten, in denen ich mich mit dem Themenkomplex „Pädophilie“ befasst habe und auch mich selbst immer mehr als Mensch mit einer pädophilen bzw. päderastischen Neigung wahrgenommen und definiert habe, kam ein Aspekt des Ganzen evtl. etwas zu kurz: was bedeutet das eigentlich, Pädophilie? Bzw.: was meine ich eigentlich, wenn ich sage, dass ich mich in Jungen verlieben kann? Im Folgenden möchte ich das etwas näher erläutern, damit es nicht immer wieder zu Missverständnissen und Fehlurteilen kommt.

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Ein bitteres Lächeln

Gerade eben habe ich zufällig meinen ehemaligen kleinen Freund gesehen. Er versuchte, angefeuert von seinen Mitschülern, etwa 100 m von mir entfernt, über einen Zaun zu klettern. Ich hab ihn auch angefeuert, still, denn der Zaun versperrte ihm den Weg zu mir. Er hat mich aber nicht gesehen. Blonde Strähnchen hat er jetzt im Haar, und er schreit immer noch so laut und fröhlich wie damals. Ich musste lächeln und lächele immer noch, aber es ist ein bitteres Lächeln.

Die Umstände unserer Trennung sind schnell erzählt: die Mutter wollte nicht mehr, dass ihr Sohn mit mir Zeit verbringt. Warum, das hat sie mir nicht gesagt, und ich bin sicher nicht der Typ, der sie solange belästigt, bis sie es mir erzählt oder die Polizei auf den Hals hetzt. Vielleicht hatte sie Angst, ich könnte ihm etwas antun – wer wollte es ihr verdenken bei diesem gesellschaftlichen Klima gegen Freundschaften zwischen Männern und Jungen; so ist diese Welt.

Jeden Tag denke ich seitdem an ihn. Erst tat es furchtbar weh, dann wurde es langsam besser; mittlerweile denke ich lächelnd an die schönen Zeiten, die wir gemeinsam hatten: wie er zum Ausruhen den Kopf auf meinen Bauch legte, nachdem er für uns beide eine Decke geholt hatte; wie ich ihn auf den Arm nahm, ihm sagte, dass ich ihn lieb habe und er ein zärtliches „ich dich auch“ in mein Ohr flüsterte, das seitdem darin immer wieder nachklingt; wie wir zusammen das Dornengestrüpp in seinem Urwald bekämpft und seine nervige kleine Schwester verjagt haben; wie er mir sein Bett zeigte und mich zu sich hinein zog, um darin mit mir zu kuscheln; wie wir uns rauften, ich ihn gewinnen ließ, und wie er dann auf mir thronte, stolz, den „Verbrecher“ besiegt zu haben… Es war eine schöne Zeit, viel zu kurz, aber ich werde sie nie vergessen. Das kann mir keiner nehmen.

Ich glaube, ich bin fast darüber weg. Aber die Sehnsucht, die bleibt.

Traumhaft

Zwei Pädophile erforschen mittels waghalsiger Motorradstunts ein Heilmittel gegen die mysteriöse Lebererkrankung „DFA“, an der zuvor mein Onkel plötzlich verreckt ist, dessen Sohn aber nicht, denn der hatte nur „Traubenzucker“. Was man als Perverser halt so träumt. Sollte ich evtl. weniger trinken?

Herbstgedanken

Jetzt ist also nicht mehr nur „Herbst in der Seele“, jetzt ist auch offiziell Herbst da draußen. In der Zeit, in der draußen alles abstirbt, macht man es sich am besten mit einem lieben Menschen drinnen gemütlich. Wenn draußen die Herbststürme wehen und der Regen an die Fenster peitscht, was kann es da schöneres geben als zusammen zu sein mit seinem Liebling?

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