Politisches

Kinder brauchen keine Rechte!

Nichts von dem, was Kindern erspart werden soll, gilt also dem Kind; es gilt vielmehr seiner Rolle, die es später als Erwachsener im Kapitalismus zu bewältigen hat. Denn wer als Kind kaputt gemacht wird, taugt als Erwachsener nicht mehr zum Dienst an Staats- und Geldmacht.

(Freerk Huisken argumentiert aktuell in einem sehr guten Text zur Kritik der Kinderrechtsbewegung und der Stellung des Kindes im Kapitalismus. Falls jemand die Überschrift befremdlich findet, soll er einfach mal den Text lesen. – rtf-Dokument)

Wenn man sich in einen Knaben verliebt…

Eine komplizierte Angelegenheit: verliebt in einen Jungen. Wie mit heftigen Gefühlen umgehen? Was ist mit dem Bedürfnis nach Sex? „Mignon“ hat im „Jungsforum“ eine Linksammlung zu Threads, die sich mit dem Thema befassen, zusammengestellt: ein interessanter Einblick in das Innenleben von MonsternPäderasten.

Dokumentation eines Kommentars auf dem „Mädchenblog“ zum Thema „Machtgefälle“

Der User „TaP“ hat meine Reaktion auf eine Äußerung von ihm auf dem Mädchenblog unmittelbar nach Veröffentlichung in die Moderationsschleife geschoben. Es soll jetzt wohl intern diskutiert werden, ob sich Pädophile dort über Pädophilie äußern dürfen. Da ich mich ungern verarschen lasse, wird der Kommentar nun hier dokumentiert. Weitere Kommentare zum Thema „Machtgefälle“ sind selbstverständlich willkommen.

Wie sie ticken

Der Verein „Missbrauchsopfer gegen Internetsperren“ (MOGIS) hat gestern abend auf seinem Twitter-Account das Jungsforum entdeckt, ein öffentliches Internetforum für Menschen, die sich in Jungs verlieben. Drei Beiträge daraus wurden verlinkt und mit interessanten Kommentaren versehen, zu denen ich ein paar Anmerkungen hätte.

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Pädophile aus pädagogischen Berufen „herausfiltern“?

Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) kommt auf eine amüsante Idee: angehende Lehrer sollen beim Arzt auf Pädophilie untersucht werden, um sie vor der Einstellung „herauszufiltern“: „Vor der Einstellung als Lehrer gebe es bereits verpflichtend eine Untersuchung beim Amtsarzt. Womöglich könne dabei in Zukunft auch ein ‚besonderes Augenmerk‘ auf solche Neigungen gelegt werden“, berichtet Welt Online über die interessanten Fantasien des BLLV-Vorsitzenden. Jedem einigermaßen vernünftigen Menschen ist dabei sofort klar, dass das gar nicht möglich ist. Dieser Mann aber ist kein vernünftiger Mensch:

Nach Ansicht von BLLV-Präsident Wenzel liegt der Verdacht nahe, dass Menschen mit pädophilen Neigungen sich Berufe aussuchen, in denen sie viel mit Kindern zu tun haben: „Diese Idee drängt sich schon auf, aber ich weiß nicht, ob die überhaupt in so logischen Zusammenhängen denken.“ Allerdings sei er selbst 23 Jahre in der Lehrerbildung tätig gewesen und habe nicht ein einziges Mal den Verdacht gehabt, „dass einer der Kollegen Kinder mehr mag, als es von einem guten Lehrer zu erwarten ist“.

„Die“ sind pädophil, also Monster, also gar keine Menschen, also nicht fähig zum Denken in logischen Zusammenhängen. Interessant! Interessant ist an diesem Auswurf aber noch etwas anderes: die Aussage nämlich, dass Pädophile Kinder tatsächlich mögen, und zwar mehr als „ein guter Lehrer“ das darf. Was aber ist das Problem am Mögen von Kindern, und wieso gibt es davon ein Zuviel?

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Umbringen

Schön und gut, „Thiel Schweiger“; aber hätte es ein Link zu diesem Blog nicht auch getan? Im Ernst: danke; trotz der gestelzten Sprache freut es mich, so etwas zu lesen. Manchmal lese ich mir – warum auch immer – in diversen Internetforen die weitaus häufigeren Hassbeiträge gegen Pädophile durch, die meist von vollständiger Dummheit und einem absoluten Widerwillen, sich überhaupt mit dem Thema zu beschäftigen, bestimmt sind, was den Betreffenden dann noch dazu dienen soll, sich selbst moralisch zu überhöhen. Unter der Todesstrafe als Prävention machen sie’s dann natürlich nicht, am besten noch selbst durchgeführt, denn moralisch legitimiertes Niedermetzeln von Andersartigen, das kommt immer noch am besten, da geht dem bürgerlichen Individuum so richtig einer ab. Es ist nur widerlich.

Manchmal macht es auch Spaß. Ich weiß, dass es Leute gibt – einige davon sogar in meinem Freundes- und Bekanntenkreis –, die denken können und derartige Manöver nicht nötig haben. Dafür bin ich dankbar. Und wenn ich in der Straßenbahn sitze und mir all die Normalos um mich herum anschaue, denke ich mit einem Lächeln: wenn ihr wüsstet, dass euch ein Monster gegenüber sitzt. Und wenn mein Junge mal wieder mit einem Strahlen im Gesicht auf die Tür eben dieses Monsters zuläuft und um Einlass bittet, sich nach dem üblichen Kühlschrankplündern und Internet abchecken irgendwann neben mich setzt, mir seinen Rücken zuwendet und mich darum bittet, ihm diesen zu kraulen, weil er das schön findet, na ja, dann können sie uns alle mal.

Es gibt Leute, die mich dafür umbringen wollen.

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Kinder- und Jugendsexualität unter Verdacht

Kindesmißbrauch ist ein Offizialdelikt; das deklarierte Opfer hat keine rechtliche Möglichkeit, anstehende Ermittlungen zu verhindern oder gar abzubrechen. Das … bedeutet besonders hier: Das deklarierte Opfer muß in seiner persönlichen Einschätzung der Tat hinter den Verfolgungswillen zurücktreten. Das Kind ist den Ermittlungen schutzlos ausgeliefert, das nennt man dann Kinderschutz.

So Sebastian Anders in der aktuellen (Nr. 62) „Gigi“ u.a. zum Thema Strafverfolgung von Kindern- und Jugendlichen nach §176 StGB. Wussten Sie, dass sich die sog. Tatverdächtigungsbelastungszahl (Anzahl der ermittelten Tatverdächtigen pro 100.000 Einwohner des gleichen Jahrgangs) für Kinder (8-12jährige) seit 1987 verdoppelt, für Jugendliche (12-16jährige) gar verdreifacht hat – bei nur geringen Schwankungen der TVBZ der Gesamtbevölkerung?

Behaarung eines Erwachsenen, beschränkte Oberfläche

Das ist unfassbar, einfach unfassbar. Holländische Schulärzte werden offiziell dazu angehalten, die Intimsphäre von Kindern massiv zu verletzen – im Namen des Kinderschutzes! Diese Welt ist völlig verrückt geworden!

Der Fall Michael Jackson

„Wenn sich die Beziehung zu dem kleinen Jungen so intensiviert, warum greift niemand ein…?“ – Die Dokumentation „Michael Jackson – Die ganze Wahrheit“ zeichnet den gesellschaftlichen Fall Michael Jacksons nach: für seine Liebe zu Jungen wird er von Journalisten, Staatsanwälten und Journalisten so lange verfolgt, bis er am Ende ist. Bemerkenswert die Aussage von dem prominentesten dieser Leute, Victor Gutierrez, der auch damals die Tagebücher von Jacksons bekanntestem Jungen Jordan Chandler gelesen und veröffentlicht hat und u.a. darüber wohl zur Vernunft gekommen ist: „Ich lese das Protokoll vom Oscar-Wilde-Prozess [wegen dessen] homosexuellen Freundes Bosi. Wilde wollte nur rund um die Uhr mit Bosi zusammen sein. Das gleiche empfand wohl Michael Jackson in seiner Liebesgeschichte zwischen ihm und dem 13-jährigen Jungen. Vielleicht haben wir ja in 50 oder 100 Jahren ein schlechtes Gewissen, Jackson dafür verfolgt zu haben…“ Sie können gerne jetzt schon damit anfangen.

Tod eines Monsters

Zum Tode des wohl beliebtesten Pädophilen der Welt ist in dieser und auf diesem Blog-Hoster heute einiges los. Spiegel Online z.B. meint, in Michael Jackson ein „monströses Genie“ (heute morgen noch: „Monster und Genie“) erkannt zu haben, und schreibt auch gleich dazu, warum:

An jenem Sommertag in Kalifornien traten zwölf Geschworene in den Saal 102 des Bezirksgerichts von Santa Maria, um ihr Urteil zu verkünden über den gestürzten „King of Pop“. Den größten Hitmacher der Musikgeschichte. Den Freak. Es war ein Freispruch – auf dem Papier. Lediglich „reasonable doubt“, berechtigter Zweifel, hielt jene Jury davon ab, Jackson wegen sexuellen Missbrauchs eines 13-Jährigen zu verurteilen, und sie machte das auch sehr deutlich.

In Gang gebracht wurde der Prozess damals durch die Dokumentation „Living With Michael Jackson“, die vom SpOn-Autor als „skurril“ bezeichnet wird, vermutlich deshalb, weil dort ein glücklicher Junge davon erzählt, dass er mit Jackson in einem Bett schlafe – man mache das eben so, wenn man sich lieb hat. Zwei Menschen, die sich lieb haben – da kann man schon mal von Skurrilität sprechen, wenn man überhaupt gar keinen Funken Verstand mehr im Kopf hat. Oder davon, dass Jackson „keine Kindheit“ gehabt habe (wie geht das? Er hatte lediglich eine andere Kindheit als die vom Autor idealisierte!), was in dem Artikel auch schön wiederholt wird, so als sei das die einzig gültige – und vielleicht akzeptable – Begründung für Jacksons mehr als offensichtliche Neigung zu (prä-)pubertären Knaben. Einfach so pädophil sein, das geht nämlich nicht, das ist ein Knacks, der therapiert gehört, sonst passiert so etwas:

1988 kaufte er sich Neverland, sein privates Disneyland in den Hügeln Kaliforniens. Die Ranch umfasste tausend Hektar, samt Privatzoo und Kirmes mit Riesenrad, Karussell und Eisenbahn. Jackson wohnte im Haupthaus, inmitten von Spielzeugen, Puppen und Kunst. Statt Jackson aber Geborgenheit zu geben, brachte Neverland ihm den Ruin. Er bevölkerte das Anwesen mit Kindern, sah keine Schranken zwischen ihnen und ihm – und so nahmen Gerede und Gerüchte ihren Lauf.

„Gerede und Gerüchte“, weil jemand gern mit Kindern zusammen ist bzw. weil er „keine Schranken zwischen ihnen und ihm“ sieht – wo doch die Trennung zwischen Kinder- und Erwachsenenwelt ein unbedingtes Dogma dieser Gesellschaft darstellt –, das ist wohl leider die Normalität in dieser Gesellschaft. Wenn derjenige dann noch der größte Popstar der Welt ist, kann man ihm auch schonmal ein bisschen Geld aus den Rippen leiern: 25 Millionen Dollar Schweigegeld soll Jackson 1993 in seinem ersten „Kindersex-Verfahren“ (sic!) bezahlt haben, das zweite – 2005 – brachte ihm zwar einen Freispruch ein, aber den Ruch des Pädophilen, des Kinderschänders, hatte er längst weg. Bemerkenswert dabei: weil Jacksons Musik und er selbst so ungeheuer beliebt sind in der Welt, nahm es ihm kaum jemand übel. Es wird zwar erwähnt – wie in dem vorliegenden SpOn-Artikel –, aber als „Skurrilität“ verklärt, als eine der vielen Macken, die der exzentrische Popstar nun einmal so hatte.

Der ganz normale Pädo von nebenan hat da meistens weniger Glück. Gegen „Gerede und Gerüchte“ kann der sich im Regelfall nur durch einen geordneten Rückzug wehren, sonst ist Ende im Gelände. Und sollte er dabei draufgehen, vielleicht durch Selbstmord, vielleicht durch einen Lynchmob, vielleicht auch durch einen stressbedingten Herzanfall, niemand würde ihm eine Träne nachweinen. Höchstens hinterherspucken würde man ihm, denn er war nicht „skurril“ oder ein „monströses Genie“: er war Abschaum.

Nachtrag vom 28.06.2009: Der Fernsehsender arte hat eine sehr interessante Dokumentation zum Fall Michael Jackson ausgestrahlt.

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