Auf diesem Weblog, dessen Titel angelehnt ist an Detlev Meyers homoerotischen Briefroman „In meiner Seele ist schon Herbst“, geht es vor allem um eins: die Liebe zu Jungen mit all ihren Facetten, emotional, kulturell, politisch und auch sexuell. Diese Liebe wird gemeinhin Päderastie oder Pädophilie genannt, auch hier, obwohl ich dem Dichter und Anarchisten John Henry Mackay zustimme, wenn dieser Anfang des 20. Jahrhunderts schreibt: „Jeder Name, der Dich genannt bisher, ist ein Schimpfwort geworden in dem schmutzigen Maule der Gemeinheit, ein Mißverständniß in trüben Gehirnen, das schlimmer ist, als alle Beschimpfung und keiner nennt Dich recht… Du hast noch keinen Namen. So lass mich Dich nennen die — namenlose! – NAMENLOSE Liebe! Namenlose Liebe des Jünglings und Knaben, der sich vertrauensvoll an die breite Brust des Mannes schmiegt, weil er fühlt, an ihr Alles zu finden: Freundschaft und Liebe, Hilfe in Rath und That!“1 Da die Liebe, um die es geht, namenlos ist, werde auch ich namenlos bleiben.

Die Texte auf diesem Blog spiegeln die Entwicklung meiner Persönlichkeit und des theoretischen Diskurses, dem ich ausgesetzt war, von etwa dem Zeitpunkt an wider, an dem ich mir meiner Päderastie bewusst geworden bin. Wichtige Erkenntnisse, die ich dabei in gesellschaftspolitischer Hinsicht gewonnen habe, aber auch Überlegungen über das „Wesen“ des pädophilen/päderastischen Begehrens, habe ich auf dieser Seite in Form einer Linksammlung zu den betreffenden hier veröffentlichten Texten zusammengestellt. Persönliche Erfahrungen und Emotionen im Umgang mit Jungen, aber auch mit gesellschaftlichen Reaktionen darauf, sollen das Bild abrunden.

Es geht mir in erster Linie darum zu zeigen, dass Päderasten – im Gegensatz zur weit verbreiteten und hier auch immer wieder kritisch kommentierten Medienpropaganda – eben keine Unmenschen sind, deren krankhafter Sexualtrieb automatisch dazu führt, dass sie Kinder zum Sex nötigen oder sie vergewaltigen. Die Päderastie ist in der Regel auf konsensuale, also einvernehmliche und gewaltfreie Kontakte ausgerichtet; sie sucht zwischenmenschliche Beziehungen, in denen die gegenseitige Zuneigung Hauptmotivationsfaktor ist und eben nicht die einseitige Triebbefriedigung. Dass diese Beziehungen möglich sind, ist zahlreich dokumentiert, aber in einer Gesellschaft, die Kinder- und Erwachsenenwelt größtenteils strikt voneinander trennt, nicht erwünscht. Sie müssen nicht einmal zwingend sexueller Art sein, aber wenn sie es sind, entsteht bei gegenseitiger Achtung und Empathie kein notwendiger primärer (also rein durch den sexuellen Kontakt hervorgerufener) Schaden, wie z.B. die Meta-Studie von Rind et al. gezeigt hat.2 Auch Menschen unter 14 Lebensjahren sind – und das ist ein weiterer Punkt, der mir hier sehr wichtig ist – Menschen mit Wünschen und Bedürfnissen, evtl. auch solchen sexueller Art. „Das Kind“ bzw. „die Kindheit“, gibt es nicht an sich, sondern es handelt sich dabei um soziale Konstrukte, die bestimmte Haltungen und Verhaltensweisen den betreffenden Menschen gegenüber hervorrufen und individuelle Selbstbestimmung auf bestimmten sozialen Feldern unmöglich machen. Diese Konstrukte bewahren zu wollen führt indes von Seiten der „Kinderschützer“ immer wieder zu irreparablen Schäden bei allen dabei beteiligten Menschen.

Strafrechtlich relevante Aussagen oder pornographisches Material lassen sich hier nicht finden. Die Lektüre dieses Blogs und das Kommentieren von Beiträgen sind legal. Beim Kommentieren hinterlassen Sie Ihre IP-Adresse. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass die jemals jemand anderes als die Betreiber von blogsport.de zu Gesicht bekommen – wenn überhaupt –, aber in Zeiten von Vorratsdatenspeicherung und immer wieder aufflackernder Pädo-Hysterie weiß man nie. Ich weise deshalb darauf hin, dass das Posten von Beiträgen mit pro-pädophiler Ausrichtung für manch spitzfindigen Polizisten oder Richter einen (juristisch nicht haltbaren, aber in der Realität leider wirksamen) Verdacht auf Pädophilie oder gar einen „Anfangsverdacht“ für eine Straftat darstellen kann und rate deshalb dazu, Kommentare grundsätzlich anonymisiert abzuschicken (siehe auch die sehr guten Sicherheitshinweise des „Jungsforums“). Kommentare mit strafrechtlich relevantem Inhalt (Volksverhetzung, Androhung von Gewalt etc.) werden so schnell wie möglich gelöscht oder editiert; ich bin ausdrücklich an Diskussionen zum Thema interessiert – solange sie sachlich bleiben, d.h., es kann vorkommen, dass auch aus Gründen der Sachlichkeit editiert wird. Die Kommentarfunktion ist grundsätzlich offen, hin und wieder kann es aber – aus verschiedenen Gründen – passieren, dass Kommentare in eine Moderationsschlange geschoben werden und also verspätet erscheinen.

Abschließend lade ich alle Interessierten ein, sich ausgehend von dieser Seite – auch mit Hilfe der Linkliste in der Sidebar – einen eigenen Eindruck von der Thematik „Pädophilie/Päderastie“ zu machen und an der Diskussion zum Thema teilzuhaben.

  1. Mackay (Sagitta): „Die Bücher der namenlosen Liebe“, zitiert nach: Hubert Kennedy: John Henry Mackay (Sagitta) – Anarchist der Liebe, Männerschwarm Verlag, 2007 [zurück]
  2. Dieser Text wurde im Laufe der Zeit mehrmals inhaltlich editiert. Diese Korrektur stammt vom 9.9.2009 und betrifft meine vorher an dieser Stelle geäußerte Behauptung, sexuelle Kontakte zwischen Erwachsenen und Kindern führten nicht zu einem primären Schaden. Diese Aussage habe ich nun relativiert („kein notwendiger Schaden“), da sie mir zu allgemein erschien, und einen Link zu einer Studie hinzugefügt, die die Behauptung stützt. [zurück]